Hohe Abschreibungen Tochterfirma belastet Citigroup 

Die US-Großbank Citigroup muss einen drastischen Gewinneinbruch hinnehmen. Der Verkauf einer Tochterfirma kommt den Konzern teuer zu stehen: Die Bank hatte dabei weniger eingenommen als erhofft. Gut läuft es dagegen wieder im Geschäft mit Hypotheken.

Citigroup-Gebäude in New York: Tochterfirma zu hoch bewertet
AP

Citigroup-Gebäude in New York: Tochterfirma zu hoch bewertet


New York - Die Citigroup hat im dritten Quartal deutlich weniger verdient als zuvor. Der Gewinn sank auf 468 Millionen Dollar - ein Jahr zuvor hatte die Bank noch 3,77 Milliarden Dollar verdient.

Grund für das schlechte Ergebnis sei der im September vereinbarte Ausstieg aus einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem heimischen Rivalen Morgan Stanley, teilte die Bank mit.

Sie hatte im vergangenen Monat die Vermögensverwaltung Morgan Stanley Smith Barney neu bewerten müssen, weil der Partner Morgan Stanley die Gemeinschaftsfirma bis zum Jahr 2015 komplett übernehmen soll. Dabei darf die Citigroup Chart zeigen auf 6,6 Milliarden Dollar hoffen - in den Büchern stand der Anteil an der Tochter jedoch mit 11,3 Milliarden Dollar. Das führte nach Steuern zu einem Verlust von 2,9 Milliarden Dollar.

Dagegen habe das Kerngeschäft an Fahrt gewonnen, versicherte Bankchef Vikram Pandit am Montag in New York. Die Bank habe mehr Kredite vergeben. Auch das Kapitalmarkt- und das Hypothekengeschäft legten zu. Zuletzt hatten mehrere US-Banken hohe Gewinne erwirtschaftet. Ein Grund ist der wiederbelebte Handel mit Hypothekenpapieren.

An der Börse kamen die Zahlen deshalb gut an. Die Aktie der Bank legte zum Handelsstart an der Wall Street um 2,6 Prozent zu.

stk/dpa/Reuters



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