US-Großbank Citigroup verrechnet sich um 600 Millionen Dollar

Die US-Bank Citigroup muss ihre Bilanzen korrigieren: Statt 3,4 Milliarden Dollar machte das Geldhaus im dritten Quartal einen Gewinn von 2,8 Milliarden Dollar. Grund für die Fehlkalkulation sind massiv gestiegene Rechtskosten.
Citigroup-Logo an der New Yorker Börse: Aktien fielen nach der Korrektur leicht

Citigroup-Logo an der New Yorker Börse: Aktien fielen nach der Korrektur leicht

Foto: BRENDAN MCDERMID/ REUTERS

New York - Erst vor zwei Wochen veröffentlichte Citigroup die Zahlen zum dritten Quartal, 3,4 Milliarden Dollar Nettogewinn machte die drittgrößte US-Bank demnach in dem Zeitraum. Doch nun muss Citigroup   die eigenen Angaben deutlich nach unten korrigieren: Statt 3,4 Milliarden Dollar fuhr der Wall-Street-Riese nur 2,8 Milliarden Dollar ein, teilte das Unternehmen nun mit - ein Minus von 600 Millionen Dollar.

Grund für die massive Fehlkalkulation seien Ermittlungen der US-Aufsichtsbehörden, die schnell voranschritten, teilte Citigroup mit. Die amerikanischen Behörden haben zahlreiche Großbanken wegen Preisabsprachen am Devisenmarkt im Visier, auch Wettbewerber wie JPMorgan   hatten sich zuletzt mit hohen Rückstellungen für teure Vergleiche gewappnet.

Citigroup wolle bei den Ermittlungen mit den Behörden vollständig kooperieren, teilte die Bank weiter mit. Sie gehört zu sechs Großbanken, die sich voraussichtlich bis Mitte November mit der Londoner Finanzaufsicht auf eine Strafe im Skandal um Manipulationen am Devisenmarkt einigen dürften. Die europäischen und amerikanischen Banken müssen sich dabei auf dreistellige Millionenstrafen allein in Großbritannien einstellen.

Nach Bekanntgabe der Korrektur der Geschäftszahlen für das dritte Quartal fielen Citi-Aktien um zwei Prozent im nachbörslichen Handel. Das Institut war in der Krise vom Staat aufgefangen worden. Der Konzern soll weiter verschlankt werden.

vks/Reuters/dpa
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