Gescheiterte Tarifverhandlungen Gewerkschaft kündigt Warnstreiks bei Coca-Cola an

Die Tarifverhandlungen für die 8000 Beschäftigten von Coca-Cola in Deutschland sind schon in der ersten Runde geplatzt. Jetzt will die Gewerkschaft streiken.

Coca-Cola-Flaschen
REUTERS

Coca-Cola-Flaschen


Die Coca-Cola-Mitarbeiter wollen mehr Gehalt. Doch die Tarifverhandlungen für die rund 8000 Beschäftigten von Coca-Cola in Deutschland sind schon in der ersten Runde geplatzt. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) brach das Treffen am Mittwoch nach nur wenigen Stunden ab und kündigte "in den nächsten Wochen bundesweite Aktionen bis hin zu Warnstreiks" an.

Das Magerangebot von nur 1,3 Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung ist "ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten und provoziert massiven Ärger", hieß es in einer Mitteilung der Gewerkschaft.

Die Geschäftsführung nannte den Abbruch und die Absage des nächsten Verhandlungstermins völlig "unangemessen". Die Arbeitgeber hatten nach eigenen Angaben ein Angebot mit einer durchschnittlichen Erhöhung von 2,5 Prozent vorgelegt. Diese Erhöhung setzte sich zusammen aus 1,3 Prozent mehr Entgelt, einer Erhöhung des Urlaubsgeldes und des Altervorsorgebeitrags sowie aus einer Einmalzahlung von 50 Euro.

Coca-Cola Deutschland verfügt bundesweit über rund 36 Standorte und ist für Abfüllung, Verkauf und Vertrieb von Coca-Cola-Produkten in Deutschland verantwortlich. Zuletzt hatte Coca-Cola sein Geschäft in Europa umstrukturiert und Arbeitsplätze in Deutschland abgebaut: In Deutschland sank die Zahl von rund 12.000 Beschäftigten in 2007 auf etwa 8000 Ende 2016.

hej/dpa-AFX



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