Umsatzschwund Chefwechsel treibt Coca-Colas Aktienkurs nach oben

Bei Coca-Cola sinken Umsätze und Gewinne. Nun kündigt der Vorstandschef seinen Rücktritt an - zur Freude von Großaktionär Warren Buffett und anderen Anlegern.

Coca-Cola-Flaschen
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Coca-Cola-Flaschen


Der weltweit größte Getränkehersteller Coca-Cola hat den Rücktritt von Vorstandschef Muhtar Kent angekündigt. James Quincey, der bisherige Vorstand für das operative Tagesgeschäft, übernehme zum 1. Mai 2017 den Spitzenposten, teilte das Unternehmen mit.

Der 64-jährige Kent, der den Konzern seit 2008 führt, behält sein Amt als Vorsitzender des Verwaltungsrats. Quincey soll bei der nächsten Aktionärsversammlung im April ebenfalls in das Gremium gewählt werden. Der 51-Jährige ist bereits seit 1996 für Coca-Cola tätig und war im August 2015 zum Vorstand befördert worden.

Coca-Cola Chart zeigen leidet seit Längerem unter Umsatzschwund und sinkenden Gewinnen. Trotz Preiserhöhungen fielen die Erlöse im vergangenen Quartal um sieben Prozent auf 10,6 Milliarden Dollar und damit das sechste Quartal in Folge. Vor allem in Europa brachen die Umsätze aufgrund des Fitness-Trends ein: Immer mehr Menschen greifen zu Smoothies, Tees und Säften statt zu Limonaden. Auch die Gewinne sinken, im dritten Quartal fiel der Gewinn um rund 28 Prozent auf 1 Milliarde Dollar.

Der nun angekündigte Chefwechsel wurde an der Börse gut aufgenommen. Die Aktien legten um bis zu 2,7 Prozent auf 42 US-Dollar zu. Damit notierten die Titel so hoch wie seit vier Wochen nicht mehr.

Auch Coca-Cola-Großaktionär Warren Buffett zeigte sich zufrieden. "Ich kenne James und glaube, dass das Unternehmen mit seiner Wahl eine kluge Investition in die eigene Zukunft gemacht hat", teilte der Starinvestor mit.

msc/dpa/Reuters



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danielc. 09.12.2016
1.
Jeder Softdrink mehr bringt schleichend ein schlechtes Gewissen mehr. Ob der Wechsel im Vorstand darauf viel Einfluss nehmen kann, wage ich zu bezweifeln. Ich mag das Zeug, aber wie bei allen guten Sachen ist das Maß entscheidend. Wenn ich heute noch den Konsum hätte, wie mit zwanzig,... ich bezweifele, dass ich noch eine Treppe steigen könnte. Das Unternehmen muss so planen, dass der Rückgang nicht gleich ein Verlust ist. Grundsätzlich ist das wie beim Bierrückgang nicht grundsätzlich ein schlechtes Zeichen, sofern nicht durch andere ungesunde Produkte kompensiert wird. Ich sehe oft Teenager mit Energydrinks. Das könnte so eine Kompensation sein. Ob das besser für die Gesundheit ist, lasse ich mal im Raum stehen...
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