Bitcoin-Plattform Coinbase verdiente 322 Millionen Dollar in 2020

Die größte US-Handelsplattform für Kryptowährungen profitiert massiv vom Bitcoin-Boom. Das geht aus Geschäftszahlen hervor, die die Firma zur Vorbereitung von Aktienverkäufen veröffentlicht hat.
Coinbase-Mitgründer Brian Armstrong

Coinbase-Mitgründer Brian Armstrong

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Matt Winkelmeyer / AFP

Die Krypto-Börse Coinbase steht vor ihrer Premiere auf dem Kapitalmarkt offenbar gut da. Der Umsatz habe sich 2020 auf rund 1,3 Milliarden Dollar verdoppelt, der Gewinn sei nach einem Minus von 30 Millionen in 2019 zuletzt auf plus 322 Millionen Dollar gestiegen.

Die Zahlen finden sich im Börsenprospekt, den das in San Francisco ansässige Unternehmen bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat, um eigene Aktien an der New Yorker Tech-Börse Nasdaq verkaufen zu können.

Coinbase hat nach eigenen Angaben 43 Millionen Nutzer, von denen 2,8 Millionen mindestens einmal im Monat Transaktionen durchführen. Das Unternehmen wäre damit die größte US-Handelsplattform für Kryptowährungen wie Bitcoin.

Das Unternehmen hatte bereits im Januar eine sogenannte Direktplatzierung bei der SEC beantragt. Dabei werden Aktien ohne Begleitung durch Investmentbanken und ein vorheriges Preisbildungsverfahren direkt an die Börse gebracht. Mit dieser eher ungewöhnlichen, aber kostengünstigeren Variante waren zuvor schon andere größere Firmen wie der Musikdienst Spotify oder die Bürochat-App Slack erfolgreich.

Coinbase hat damit die Weichen für die erste Premiere einer großen US-Bitcoin-Börse am öffentlichen Kapitalmarkt gestellt. Wann genau es so weit sein soll, ist unklar. Dem Branchendienst »Techcrunch« zufolge wurde das 2012 gegründete Unternehmen bei einer Finanzierungsrunde von Investoren vor gut zwei Jahren mit rund acht Milliarden Dollar bewertet.

Der Kurs der größten und ältesten Kryptowährung Bitcoin hatte zuletzt einen Höhenflug.

ssu/dpa
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