Wegen fauler Schiffskredite Commerzbank macht nur Mini-Gewinn

Die Commerzbank präsentierte im vergangenen Jahr eine radikal neue Strategie, Tausende Stellenstreichungen sind geplant. Doch noch immer schwächelt das Institut.

Commerzbank-Chef Martin Zielke
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Commerzbank-Chef Martin Zielke


Die Commerzbank hat angesichts der anhaltend niedrigen Zinsen und problematischer Schiffskredite im vergangenen Jahr deutlich weniger verdient. Der Gewinn brach unterm Strich von knapp 1,1 Milliarden auf 279 Millionen Euro ein, wie das Geldhaus mitteilte.

Analysten hatten bereits mit dem deutlichen Rückgang gerechnet. Als Stütze erwies sich dabei das Geschäft mit Privat- und kleineren Firmenkunden, während das Geschäft mit größeren Firmenkunden schwächelte.

"Im Jahr 2016 haben wir ein solides Ergebnis erzielt und unsere Kapitalquote weiter verbessert", sagte Konzernchef Martin Zielke. "Allerdings können wir mit der Ergebnisqualität noch nicht zufrieden sein."

Er will deshalb den Umbau samt Tausender Stellenstreichungen wie geplant umsetzen. Die Commerzbank präsentiert sich als Bank klassischer Art mit Fokus aufs Einlagen- und Kreditgeschäft.

hej/dpa-AFX



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spon_3511963 09.02.2017
1. Commerzbank macht nur Mini-Gewinn
und was ist mit der DB ? nach Abzug der Milliarden Strafen?
banker1 09.02.2017
2. Bilanzkosmetik
"Hauptgrund für den Rückgang war eine Abschreibung von 627 Millionen Euro auf den Firmenwert ihrer schrumpfenden Investmentbank." soviel zum Thema Niedrigzins usw. .Die Abschreibungs-, und Rückstellung- und Kapitalpuffersorgien (nach Baselx) gehen solange weiter bis das Personal in den kommenden Jahren abbgebaut ist....... der Gewinn wird diesmal nach Steuern ausgewiesen......,war also Vorsteuern wesentlich höher....
marty_gi 09.02.2017
3. Stellenstreichung
Immer das gleiche Lied - Stellenstreichung. Damit sind weniger Leute in Lohn und Brot - woher dabei dann die zusaetzlichen Privatkunden kommen sollen, oder wer ueberhaupt den Binnenmarkt am Leben halten soll, hat keiner der Konzernlenker je von sich gegeben. Nur die (meist ueberbezahlte) hoehere Managerschicht kann das wohl kaum stemmen. Wie waere es denn mal mit einer volkswirtschaftlich vertraeglichen Langzeitstrategie? Die dann auch politisch vertraeglicher waere, weil sie weniger prekaere Verhaeltnisse schaffen wuerde und somit solche Dinge wie Trump, Brexit und AfD verhindern wuerde - die naemlich alle aus aehnlichen "Strategien" entstanden sind, als Folge der unsaeglich dummen neo-liberalen Wirtschaftspolitik.
general_failure 09.02.2017
4. Mit den überzogenen Gebühren und unterirdischem Service,
sehe ich schwarz für die CoBa, insbesondere im Bereich kleiner und mittelständischer Unternehmen. Alleine meine Kontoauflösung (mit Guthaben) hat fast 2 Monate und etliche telefonate mit dem CoBa Callcenter gedauert. Ist ja auch egal, Verluste trägt ja eh der Steuerzahler. Hr. Zielke bekommt bestimmt trotzdem einen fetten Bonus.
spaceagency 09.02.2017
5. Alle Banken leiden unter tiefen Zinsen
nicht nur die Commerzbank. Und trotzdem funktionieren andere Banken mit Gewinnen. Die Commerzbank wurde durch Teilverstaatlichung gerettet und gepampert wie wenige andere auf diesem Kontinent und die Resultate sind mehr als enttäuschend. Das ganze deutsche Bankwesen bekam die grössten Geldhilfen Kontinentaleuropas. Landesbanken gingen Pleite, die DeBa ist eine einzige katastrophe und die Commmerzbank spielt international absolut keine Rolle mehr. Es ist erstaunlich wie schlecht die Banken der 4. Volkswirtschaft der Welt sind. Experten sprechen von Drittweltniveau
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