Gewinnziele aufgegeben Commerzbank-Aktie stürzt auf Allzeittief

Nach schwachen ersten sechs Monaten hat die Commerzbank ihre Gewinnziele für das laufende Jahr aufgegeben. Die Aktie bricht um bis zu acht Prozent ein.

Commerzbank-Chef Martin Zielke: Operatives Ergebnis 2016 unter dem Vorjahr
DPA

Commerzbank-Chef Martin Zielke: Operatives Ergebnis 2016 unter dem Vorjahr


"Das Niedrigzinsumfeld und die anhaltende Kundenzurückhaltung werden die Erträge trotz Wachstum weiter belasten", heißt es im am Dienstag veröffentlichten Zwischenbericht der Commerzbank. "Wir erwarten daher für das Gesamtjahr 2016, dass das operative Ergebnis und das Konzernergebnis unter dem Vorjahr liegen werden."

Was im Bilanzbericht so nüchtern klingt, ist in Wahrheit brisant, zeigt es doch, wie schlecht es um Deutschlands zweitgrößte Bank bestellt ist. Und wie sehr sich ihre Zukunftsaussichten verschlechtern. Zuletzt hatte das Institut noch gehofft, den Überschuss von gut einer Milliarde Euro aus dem Vorjahr zu wiederholen. Ursprünglich hatte die Bank sogar Zuwächse in Aussicht gestellt.

In den ersten sechs Monaten allerdings brach der Überschuss um mehr als 40 Prozent auf 372 Millionen Euro ein. Der operative Gewinn sackte in der gleichen Größenordnung auf 615 Millionen Euro ab. Dabei kämpfte die Commerzbank vor allem mit den anhaltend niedrigen Zinsen. Auch die Unruhe an den Kapitalmärkten machte der Bank zu schaffen.

An der Börse kam die Ansage der Commerzbank Chart zeigen nicht gut an: Die Aktie brach am Dienstagvormittag um bis zu acht Prozent ein und markierte damit ein neues Allzeittief. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie rund 55 Prozent an Wert verloren.

ssu/la/dpa/Reuters



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