Vermögende Kunden betroffen Commerzbank plant Strafzinsen für Sparer

Bisher sehen noch viele Finanzinstitute davon ab, die Negativzinsen der Zentralbanken an Privatkunden weiterzugeben. Bei der Commerzbank könnte sich das nun ändern.

Vermögende Kunden sollen bei der Commerzbank künftig Strafzinsen zahlen
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Vermögende Kunden sollen bei der Commerzbank künftig Strafzinsen zahlen


Die Commerzbank will künftig von vermögenden Privatkunden Negativzinsen verlangen. Der Finanzchef des zweitgrößten deutschen Kreditinstituts, Stephan Engels, sagte, die Commerzbank erwäge die Abgaben dort, wo es nötig und gerechtfertigt sei.

Demnach gehe es um Kunden mit Einlagen von mehr als einer Million Euro. Die Diskussion sei weit weg davon, Kunden mit Ersparnissen von bis zu 100.000 Euro zu belasten, sagte Engels.

Firmenkunden zahlen bereits Strafzins

Zahlreiche Banken geben bereits den Einlagezins der Europäischen Zentralbank (EZB) an die Kunden weiter, um Verlustgeschäften vorzubeugen. Im Jahr 2014 hatte die Zentralbank den Einlagezins, also das Entgelt für Einlagen von Banken bei der EZB, auf unter null gesenkt, zuletzt wurde dieser Zins sogar noch verschärft.

Damit sollten die Banken animiert werden, das Geld stattdessen für die Kreditvergabe an Unternehmen und Privatkunden einzusetzen, um die Wirtschaft zu beflügeln.

Bisher sehen die meisten Geldhäuser davon ab, den Strafzins an Privatkunden weiterzugeben, um diese nicht zu verprellen. Einige verlangen Zinsen erst ab einer bestimmten Höhe der Einlagen. Große Firmenkunden und Konzerne belangt die Commerzbank bereits.

brt/dpa

insgesamt 51 Beiträge
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Ein User 07.11.2019
1. Spitzenidee..
Der Vorstand hat auch den Aktienkurs der Bank auch noch nicht weit genug vernichtet. Nun wird die nächste Aktion gestartet, um Kunden zu verlieren und der Bank den Todesstoß zu versetzen, aber der Vorstand kann sich ja über eine prima Abfindung freuen...
khwherrsching 07.11.2019
2. Logische Folge
der EZB-Geldpolitik, die von den europäischen Staaten (ausdrücklich auch Deutschland) geradezu begrüßt wird, können sich doch die Länder weitgehend zinslos verschulden. Allein der deutsche Fiskus soll sich auf diese Weise aktuell bis zu 40 Milliarden EUR p.a. sparen. Dieses Geld versickert aber. Der deutsche Sparer hat nichts davon.Er bekommt nicht einmal einen Inflationsausgleich.
supple 07.11.2019
3.
dann hilft halt nur noch die Bank zu wechseln
pirx64 07.11.2019
4. Freude
Da freuen sich alle Einbrecher wenn die Chance steigt Geld unterm Kopfkissen zu finden.
tkedm 07.11.2019
5.
Zitat von Ein UserDer Vorstand hat auch den Aktienkurs der Bank auch noch nicht weit genug vernichtet. Nun wird die nächste Aktion gestartet, um Kunden zu verlieren und der Bank den Todesstoß zu versetzen, aber der Vorstand kann sich ja über eine prima Abfindung freuen...
Sorry, aber Sie können die Vorstandsgehälter auf Null setzen, die Banken verlieren aktuell, dank der EZB, trotzdem für jeden schlafend auf dem Konto liegenden Euro Geld. Selbst die solideste Bank betrifft das - sofern sie der Marktwirtschaft unterliegen. Die Sparkassen, die sich zum Teil jede Buchung bezahlen lässt, natürlich nicht. Aber so etwas lassen sich halt nicht alle Bankkunden gefallen.
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