Sparmaßnahmen Commerzbank streicht 2300 Stellen

Die Commerzbank hat sich mit dem Betriebsrat auf einen massiven Stellenabbau geeinigt. Dafür muss das Geldhaus 610 Millionen Euro zurücklegen. Weitere Schritte sollen 2021 bekannt gegeben werden.
Commerzbank-Filiale in Berlin: Tausende Jobs fallen weg

Commerzbank-Filiale in Berlin: Tausende Jobs fallen weg

Foto: Sean Gallup/ Getty Images

Bis 2024 streicht die Commerzbank 2300 Stellen. Darauf hat sich das Geldhaus mit dem Betriebsrat geeinigt.

Für den geplanten Jobabbau sollen im Schlussquartal Rückstellungen in Höhe von 610 Millionen Euro verbucht werden. »Damit schaffen wir die Basis für zwingend notwendige künftige Einsparungen«, erklärte Finanzchefin Bettina Orlopp in einer Pressemitteilung. 

Die Commerzbank steht wegen der Niedrigzinsen und der Digitalisierung unter Druck. Neben dem Stellenabbau plane man weitere Schritte im Rahmen einer neuen Strategie, heißt es weiter. Diese sollen im ersten Quartal des neuen Jahres angekündigt werden.

Die Aktien reagierten auf die Nachricht hin kaum. Sie notierten zuletzt 0,7 Prozent im Minus.

Wechsel an Konzernspitze

Die Bank hatte schon im September 2019 den Abbau von brutto 4300 Vollzeitstellen angekündigt. Investoren gingen die Pläne aber nicht weit genug. Konzernchef Martin Zielke hatte nach harscher Kritik seinen Rückzug angekündigt, Nachfolger wird zum 1. Januar 2021 der bisherige Deutsche-Bank-Manager Manfred Knof.

Wegen des andauernden Konzernumbaus hatte die Commerzbank in den ersten neun Monaten des Jahres 162 Millionen Euro Verlust erwirtschaftet – nach 681 Millionen Euro Gewinn im Vorjahreszeitraum.

bah/dpa

Mehr lesen über

Verwandte Artikel

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.