Verflixte Ziffer "4" Commerzbank verspricht nach IT-Panne Rückerstattungen

Kunden von Commerzbank und Comdirekt klagten über Probleme bei Zahlungsaufträgen. Betroffen waren Kunden mit der Ziffer "4" an achter Stelle im IBAN-Code. Der Konzern verspricht Entschädigung.

Commerzbank-Logo: IT-Panne mit Nachwirkungen
Kai Pfaffenbach/Reuters

Commerzbank-Logo: IT-Panne mit Nachwirkungen


Die Commerzbank bemüht sich noch immer um die Aufarbeitung einer folgenreichen IT-Panne. Wegen einer technischen Störung konnten am Montag von 00.00 Uhr bis 08.30 Uhr zahlreiche Daueraufträge, Überweisungen und Lastschriften nicht verarbeitet werden. Wie viele Kunden bei der Commerzbank und der Onlinetochter Comdirect betroffen waren, konnte ein Sprecher nicht sagen.

In sozialen Medien, wo auch am Dienstag Kunden ihrem Ärger über die nicht durchgeführten Zahlungen Luft machten, verspricht die Commerzbank mittlerweile Kompensation für entstandene Kosten: "Bitte wenden Sie sich zwecks Erstattung der Gebühren in den nächsten Tagen an Ihren Berater."

Zunächst nicht ausgeführte Zahlungsaufträge, die von einem Commerzbank-Konto abgehen sollten, hat die Bank mittlerweile weitgehend auf den Weg gebracht. Wer auf den Eingang von Geld wartet, sollte nach Angaben der Bank kontrollieren, ob die Zahlung eingegangen ist und sich gegebenenfalls mit dem Geschäftspartner oder dem Kundenberater in Verbindung setzen. Derzeit prüft das Institut, ob Überweisungen maschinell nachgebucht werden können.

Zwei Faktoren dürften den entstandenen Schaden verschlimmert haben. Erstens: Gerade zum Monatsanfang werden zahlreiche Daueraufträge ausgeführt und Lastschriften eingezogen, dadurch waren besonders viele Kunden betroffen.

Zweitens: Betroffen waren ausschließlich Kunden mit der Ziffer "4" an der achten Stelle der IBAN-Nummer, also treue Kunden der "alten" Commerzbank. Klienten der ehemaligen Dresdner Bank, die 2008 von der Commerzbank übernommen wurde haben die "8" als achte Stelle in der Bankleitzahl. Sie sind laut Commerzbank nicht betroffen.

rai/dpa



insgesamt 8 Beiträge
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Bellagio 04.06.2019
1. Zwecks Erstattung der Gebühren
würde ich mich sicher nicht in die Warteschleifen- Hölle oder eine der 5 Filialen in Deutschland bemühen. Zwecks Transfers ihres Kontos zu einer Bank, bei der nicht Mutti und Mickey Mouse das Sagen haben, sollte aber jeder Betroffene mal zu Stift und Papier greifen
trevorcolby 04.06.2019
2. So!
Die Bank an Ihrer Seite!
Newspeak 04.06.2019
3. ....
Banken nehmen von ihren Kunden hohe Gebuehren und bekommen nicht einmal ihr Kerngeschaeft fehlerfrei ueber die Buehne. Es ist traurig, weil es ein Kapitel mehr ist, das zeigt, das die Deutschland AG zu lange bequem vor sich hin gemauschelt hat, und das Land in Wirklichkeit aus Versagern in Spitzenpositionen besteht. Einer Bank, die nicht mal eine Ueberweisung korrekt durchfuehren kann, sollte man die Lizenz entziehen.
Jörg Gehrke 04.06.2019
4. Dumm gelaufen
3 Shit-Posts bisher. Das ist ja überschaubar. Bank hat Scheiße gebaut. Kann passieren. Immerhin wurde nicht mit eine "Software" betrogen, wie das die meisten Automobilhersteller in D machen. Kulante Behandlung von Reklamationen. Tja, da kommen der Coba vermeintlich kleine Fehler teuer zu stehen. Vielleicht hööten sie besser so, wie die Automobilbauer reagieren sollen.
coyote77 04.06.2019
5. Wer bitte ist fehlerfrei???
Ganz der Meinung von Herrn Gehrke/#4... Die Bank vertuscht weder den Fehler noch lässt sie ihn andere ausbaden, zumindest scheint man den Fehler so gut es geht, korrigieren zu wollen. Aber nur zu, liebe Trasher wie bspw #3, wechselt mal schön eure Banken, am liebsten zu den lustigen Volksbanken und Sparkassen, die es weiterhin schaffen, Konten eben nicht zum Nulltarif zu führen oder euch Dispokredite jenseits von Gut und Böse aus der Tasche zu ziehen. Achso, und nicht vergessen, zur Not auch gerne kostenpflichtige Kreditkarte geben lassen... Bin kein Girokunde der Commerzbank, aber man sollte Fehler verzeihen können. Klappt ja zB beim BER oder VW oder ähnlichen Geldverbrennern auch seit Jahren wunderbar!!!
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