Nach Übernahme Commerzbank streicht Stellen und erhöht Gebühren

Die Commerzbank will nach der Komplettübernahme ihrer Direktbank-Tochter Comdirect Vertrieb und Marketing in einer Marke bündeln - der Markenname verschwindet. Die Bank will "Leistungen differenzierter bepreisen".

Comdirekt-Sitz in Schleswig-Holstein
Bodo Marks/dpa

Comdirekt-Sitz in Schleswig-Holstein


Die vollständige Übernahme der Comdirect durch die kriselnde Commerzbank wird sich auch auf den Auftritt der Geldhäuser auswirken: Die Marke Comdirect soll weitgehend verschwinden. Im aktuellen Geschäftsumfeld mache es keinen Sinn mehr, mit zwei Marken zu agieren, sagte Vorstandschef Martin Zielke, "aus diesem Grund bringen wir die beiden jetzt zusammen".

Das Geldhaus werde die Kräfte von Commerzbank und Comdirect bündeln "und im Vertrieb sowie im Marketing auf eine Marke setzen". Stattdessen soll Comdirekt als Produktname erhalten bleiben - im Rahmen des "Brokerage", also beim Handel mit Wertpapieren.

Die Commerzbank will die Comdirect, an der sie rund 82 Prozent hält, ganz übernehmen und integrieren. Durch die Verschmelzung könnte der Frankfurter MDax -Konzern etwa künftig bessere Smartphone-Apps entwickeln. Den übrigen Aktionären der Comdirect bietet die Commerzbank 11,44 Euro je Anteilschein an.

Auf Kunden könnten im Rahmen des genehmigten Sparpakets unterdessen höhere Gebühren zukommen. Künftig werde die Commerzbank "Leistungen differenzierter bepreisen", hieß es. Als weitere Maßnahmen werden 4300 Stellen gestrichen und jede fünfte der insgesamt 1000 Filialen geschlossen.

rai/dpa



insgesamt 26 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
piccoche 27.09.2019
1. ... und tschüss!
Seit 1997 bei der comdirect, war ich immer sehr zufrieden. Wenn jetzt der Chaoten-Verein "Commerzbank" die comdirect übernimmt, Gebühren einführt und so großartig "verwaltet" wie die Commerzbank die letzten Jahre (s. Aktienkurs) selbst, bin ich gleich weg! Kundentreue muss man sich verdienen.
!!!Fovea!!! 27.09.2019
2. na und?
Dann wird sich halt nach einer anderen Bank umgeschaut, ganz einfach.....
Newspeak 27.09.2019
3. ....
"Die Bank will "Leistungen differenzierter bepreisen"." Welche Leistungen denn? Schlechten Kundenservice? Banken brauchen eine digitale Disruption. 80% sind kundenfeindlich und sollten vom Markt verschwinden.
schutsch 27.09.2019
4. Richtiger Schritt, weiter so!
Ich bin Kunde der Bank und halte von ihr, mit riesigen Verlusten, Aktien, doch mir gefällt der staatliche Anteil, der, hoffentlich, die Bank nicht abheben läßt. Das Geld gehört dem Staat, und in der Folge gefällt mir der staatliche Einfluß auf die Bankhäuser, obwohl ich ganz sicher kein Kommunist bin! Geld wird nun das, wozu es da ist: Zum Ausgeben! Mit Geld zu spekulieren, müßte viel stärker geahndet werden. First Deutschland wäre die richtige Reaktion, auf das, was uns die USA angetan haben!
siryanow 27.09.2019
5.
Mein Vertrauen in Banken stellt sich wie folgt dar : bank, banker, bankrott
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.