Inflationsausgleich Condor zahlt freiwillig fünf Prozent mehr

Auch Ferienflieger Condor trägt der hohen Inflationsrate Rechnung und stockte die Gehälter seiner Beschäftigten noch einmal deutlich auf – mit der Aussicht auf mehr.
Condor-Flugzeug in Frankfurt am Main: Mindestens sieben Prozent

Condor-Flugzeug in Frankfurt am Main: Mindestens sieben Prozent

Foto: Boris Roessler / dpa

Nach der Tarifeinigung für das Lufthansa-Bodenpersonal können auch die Beschäftigten des Ferienfliegers Condor mit höheren Gehältern rechnen. Obwohl sämtliche Tarifverträge geschlossen waren, einigte sich die Gesellschaft mit den Gewerkschaften Ver.di, Ufo und Vereinigung Cockpit auf Gehaltssteigerungen von mindestens sieben Prozent für die kommenden beiden Jahre.

Bei einer amtlich festgestellten Inflationsrate im kommenden Jahr oberhalb von fünf Prozent soll es weitere zwei Prozentpunkte mehr Gehalt für die rund 3000 Beschäftigten geben, wie eine Unternehmenssprecherin am Freitag erklärte. Laut Ver.di wurden zudem Kompensationszahlungen für freiwillige Kabinendienste erhöht.

Gestern hatten sich Lufthansa mit Ver.di für die rund 20.000 Beschäftigten am Boden auf eine Tariferhöhung geeinigt. Mit der Einigung konnte ein Streik der Beschäftigten am Check-in oder bei der Abfertigung von Flugzeugen vermieden werden.

Ein eintägiger Ausstand hatte in der vergangenen Woche mehr als tausend Flugstreichungen an den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München ausgelöst – mitten in der Hauptsaison. Die verlangt Reisenden wegen Störungen des Flughafenbetriebs aufgrund von Personalmangel in Europa ohnehin schon viel Geduld ab.

mik/dpa
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