Strafprozess Gericht verurteilt Gastwirt wegen Betruges bei Corona-Hilfen zu drei Jahren Haft

Ein Gastronom ergaunerte in Baden-Württemberg fast eine halbe Million Euro an staatlicher Unterstützung und gab dabei falsche Tatsachen an. Nun muss der Mann für mehrere Jahre ins Gefängnis.
Gerichtsgebäude in Rottweil: Subventionsbetrug mit Folgen

Gerichtsgebäude in Rottweil: Subventionsbetrug mit Folgen

Foto: Marijan Murat / dpa

Dass die staatlichen Corona-Hilfen auch Betrüger anlocken, kommt öfter vor. Doch ein 32-jähriger Gastwirt aus Rottweil war besonders dreist: Ermittlern zufolge habe der Mann im vergangenen Jahr über mehrere Monate hinweg immer wieder neue Anträge auf Hilfen eingereicht und sich so 488.000 Euro erschlichen.

Den letzten Antrag auf Hilfen soll der Mann gestellt haben, nachdem Beamte bereits seine Wohnung durchsucht hatten. Am Montag hat das Amtsgericht Rottweil den Gastwirt nun zu drei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt.

Den Justizangaben zufolge legte der Wirt vor Gericht ein Geständnis ab und räumte alle Vorwürfe ein. Die Soforthilfen hatte er demnach wegen tatsächlich gar nicht existierender Zahlungsengpässe beantragt. Durch die umfangreichen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft sei dies aufgeflogen, erklärten die Ermittler.

mic/AFP
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