KfW-Programm Firmen stürzen sich auf Corona-Hilfen

In nur zwei Tagen haben Unternehmen bereits Corona-Kredite über gut drei Milliarden Euro beantragt. Ein Großteil der Summe entfiel dabei auf wenige Firmen.
KfW-Logo (Archivbild): Die Bankengruppe erwartet einen riesigen Ansturm auf Födergeld

KfW-Logo (Archivbild): Die Bankengruppe erwartet einen riesigen Ansturm auf Födergeld

Foto: Frank Rumpenhorst/ dpa

Bei der staatlichen Förderbank KfW sind in den ersten beiden Tagen nach Start des Corona-Hilfsprogramms für deutsche Unternehmen Kreditanträge über mehr als drei Milliarden Euro eingegangen.

Insgesamt lagen Dienstagabend 76 Kreditanträge über 3,18 Milliarden Euro vor, teilte die KfW auf ihrer Internetseite mit . Acht davon hätten allein ein Volumen von 3,16 Milliarden Euro. Der weitaus größte Teil der Anträge liege zwischen 20.000 und 35.000 Euro und werde für Betriebsmittel benötigt, sagte ein Sprecher.

Förderprogramme der Bundesländer für Unternehmer und Selbstständige

Bund

Berlin

Brandenburg

Sachsen-Anhalt

Mecklenburg-Vorpommern

  • Hotline für Unternehmen: 0385 588 5588 (erreichbar Mo. bis Fr., 8 bis 20 Uhr)

Schleswig-Holstein

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Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Bremen

Hamburg

Hessen

Sachsen

Thüringen

Bayern

Rheinland-Pfalz

Saarland

Baden-Württemberg

Der große Ansturm dürfte der KfW erst noch bevorstehen: Die privaten Geldhäuser, die Sparkassen und Volksbanken berichteten in den vergangenen Tagen von Tausenden Anrufen von Firmen, die wegen der Coronakrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind und dringend Liquidität brauchen.

Allein bei der Deutschen Bank sind in den vergangenen beiden Tagen mehr als 10.000 Anfragen mit einem Finanzierungsvolumen im mittleren dreistelligen Millionenbereich eingegangen, teilte Vorstandsmitglied Stefan Hoops auf LinkedIn mit.

Zusätzlich zu den Notkrediten hat der Bundestag am Nachmittag ein Hilfspaket für Solo-Selbständige und Kleinunternehmer sowie einen Rettungsschirm für große Unternehmen beschlossen. Insgesamt haben die Maßnahmen ein Volumen von rund 750 Milliarden Euro.

brt/Reuters
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