Impfstoffhersteller Biontech macht einen Quartalsgewinn von 1,1 Milliarden Euro

Mehr als 450 Millionen Dosen Coronaimpfstoff konnte Biontech gemeinsam mit dem Pharmariesen Pfizer bisher ausliefern. Das treibt den Umsatz des Mainzer Unternehmens in die Höhe – und verdreifacht den Gewinn.
Der Biontech-Sitz in Mainz: Ein Unternehmen »an der Goldgrube«

Der Biontech-Sitz in Mainz: Ein Unternehmen »an der Goldgrube«

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Thomas Lohnes / Getty Images

Der Mainzer Corona-Impfstoffhersteller Biontech hat im ersten Quartal des Jahres einen Gewinn von 1,1 Milliarden Euro erzielt. Im Vergleich zu den 366,9 Millionen Euro aus dem vierten Quartal des vergangenen Jahres ist das eine Verdreifachung des Nettogewinns. Im ersten Quartal 2020 hatte Biontech noch einen Nettoverlust von 53 Millionen Euro hinnehmen müssen. Der Hauptgrund dafür waren hohe Forschungs- und Entwicklungskosten.

Bis zum 6. Mai wurden weltweit mehr als 450 Millionen Impfstoffdosen in 91 Länder oder Regionen ausgeliefert. Biontech hatte sich mit dem US-Pharmariesen Pfizer zusammengeschlossen, um die Produktionskapazitäten möglichst rasch zu steigern.

Noch rasanter stieg der Umsatz von Biontech. Die Umsatzerlöse erreichten in den ersten drei Monaten des Jahres schätzungsweise 2,05 Milliarden Euro im Vergleich zu noch 27,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Biontech erwartet durch den Impfstoff aktuell einen Jahresumsatz von 12,4 Milliarden Euro. Die Prognose basiere auf den derzeit unterzeichneten Lieferverträgen über rund 1,8 Milliarden Impfdosen für das Jahr 2021, erklärte das Unternehmen.

Erste Verträge für 2022 geschlossen

Im Zusammenhang mit weiteren Verträgen für Lieferungen im Jahr 2021 würden zusätzliche Umsätze erwartet. Zudem seien erste Verträge für 2022 und darüber hinaus geschlossen worden. Insgesamt rechnet Biontech bis Ende des Jahres mit einer Produktionskapazität von drei Milliarden Dosen und weiteren mehr als drei Milliarden Dosen im Jahr 2022. Für das kommende Jahr hatte sich Pfizer zuletzt sogar noch optimistischer gezeigt und vier Milliarden Dosen in Aussicht gestellt.

Biontech und sein amerikanischer Partner Pfizer hatten Ende vergangenen Jahres die weltweit erste Zulassung für einen Coronaimpfstoff erhalten. Das US-Unternehmen hatte bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass allein der Impfstoff dem Unternehmen im ersten Quartal 3,5 Milliarden Dollar einbrachte.

hba/dpa/Reuters
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