Coronakrise Airbus verzeichnet Milliardenverlust

Die Luftfahrtbranche ist hart von der Pandemie getroffen: Der Flugzeugbauer Airbus hat von April bis Juni 1,4 Milliarden Euro Verlust gemacht.
Airbus A350 bei Konzernzentrale bei Toulouse: Produktion wird noch stärker gedrosselt

Airbus A350 bei Konzernzentrale bei Toulouse: Produktion wird noch stärker gedrosselt

Foto: Regis Duvignau/ REUTERS

Die Coronakrise hat den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus im zweiten Quartal tief in die Verlustzone getrieben. Weil die Zahl der Flugzeugauslieferungen einbrach, stand unter dem Strich ein Verlust von mehr als 1,4 Milliarden Euro, teilte der Konkurrent des US-Konzerns Boeing mit. Ein Jahr zuvor hatte Airbus im gleichen Zeitraum noch einen Gewinn von knapp 1,2 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Jetzt will der Konzern die Produktion seines jüngsten Langstreckenjets A350 noch stärker zurückfahren als geplant. Statt sechs sollen nur noch fünf Maschinen des Typs pro Monat die Werkshallen verlassen. Das entspricht rund der Hälfte des Vorkrisenniveaus.

In der schwierigen Lage will Airbus-Chef Guillaume Faury vor allem den Geldabfluss im Konzern stoppen. Übernahmen und Finanzierungen für Kunden herausgerechnet, solle im zweiten Halbjahr unter dem Strich kein Geld mehr aus dem Konzern abfließen, kündigte der Manager an. Eine neue Prognose für Umsatz und Ergebnis im laufenden Jahr wagte er weiterhin nicht.

Airbus hatte vor rund einem Monat angekündigt, rund 15.000 Stellen weltweit streichen zu wollen - dem SPIEGEL versicherte Konzernchef Faury, bei den Streichungsplänen "moderat vorgegangen" zu sein. Eine Überraschung war das nicht. Der Konzern hatte zuvor mitgeteilt, für zwei Jahre die Produktion und Auslieferungen um 40 Prozent zu drosseln. Im Juni und Mai hatte der Flugzeugbauer keine neuen Flugzeugbestellungen eingesammelt.

fdi/dpa
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