Ifo-Institut Weniger Unternehmen durch Corona auf der Kippe

Trotz Shutdown: In Deutschland sinkt die Zahl der existenzbedrohten Unternehmen laut Ifo-Institut auf 15 Prozent. Besonders leidet die Tourismus- und Gaststättenbranche, die Pharmaindustrie dagegen gar nicht.
Leere Lobby: Hygienemaßnahmen, aber keine Gäste im Hotel Leonardo Royal in München

Leere Lobby: Hygienemaßnahmen, aber keine Gäste im Hotel Leonardo Royal in München

Foto: Sven Hoppe / dpa

Deutlich weniger existenzbedrohte Unternehmen als im Juni: Rund 15 Prozent der deutschen Unternehmen fühlen sich durch die Coronakrise in ihrer Existenz bedroht. Das sind sechs Prozentpunkte weniger als im Juni, als noch gut jeder fünfte Betrieb seinen Bestand gefährdet sah, teilte das Münchner Ifo-Institut am Dienstag mit.

»Gegen den Juni ist das eine Verbesserung, denn da waren es 21 Prozent«, kommentierte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, am Dienstag die Ergebnisse.

Doch trotz der Verbesserung gibt es Branchen, in denen die Sorgen noch flächendeckend präsent sind. Laut Wohlrabe fühlen sich derzeit 86 Prozent der Reisebüros und Reiseveranstalter bedroht, 76 Prozent der Hotels und 62 Prozent der Gaststätten.

Keine Sorgen in Chemie- und Pharmabranche

Auch bei den Metallerzeugern und -verarbeitern sind die Existenzsorgen mit 34 Prozent überdurchschnittlich hoch. Im Handel sahen sich den Angaben zufolge 14 Prozent in ihrer Existenz gefährdet, im Einzelhandel stärker als im Großhandel. Bei Druckereien sind es 29 Prozent, in der Werbebranche 27. Kaum Sorgen gibt es dagegen mit vier Prozent am Bau und einem Prozent in der Chemie, gar keine in der Pharmabranche.

caw/dpa/AFP
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