Coronakrise Sarah Wiener meldet für Berliner Restaurants Insolvenz an

Die Einschränkungen in der Gastronomie haben nun auch eine prominente Unternehmerin getroffen: Fernsehköchin Sarah Wiener hat für ihre Restaurants und den Cateringservice Insolvenz eingereicht.
Köchin und Unternehmerin Wiener: "Es ist schmerzhaft"

Köchin und Unternehmerin Wiener: "Es ist schmerzhaft"

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Patrick Pleul/ DPA

Fernsehköchin Sarah Wiener hat für ihre Restaurants in Berlin sowie ihren Cateringservice Insolvenz angemeldet. "Corona hat vielen von uns eine Menge abverlangt. So auch einen Teil meiner Firma, meiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen... und mir", schrieb die 57-Jährige in einem Post auf ihrer Facebook-Seite.

Am Mittwoch sei die Insolvenz für die Gesellschaften "Das ist Gastronomie", zu der die Restaurants im Museum Hamburger Bahnhof und im Zukunftsmuseum Futurium gehören, und "Das ist Catering" eingereicht worden, teilte die Sarah Wiener GmbH mit.

Für sie gehe damit vorerst ihre 30 Jahre dauernde Catering- und Gastronomie-Ära zu Ende, schrieb Wiener. Sie bedankte sich bei ihren Mitarbeitern. "Es ist schmerzhaft, dass Corona nun auch unsere Gastronomie erwischt hat."

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Der Geschäftsbetrieb solle vorerst weiterlaufen, hieß es in der Mitteilung der GmbH weiter. "Seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie in Europa haben sich die Frequenz- und Umsatzzahlen in unseren Restaurants drastisch reduziert." Die Kapazitäten der Unternehmen seien wegen der Abstandsregeln eingeschränkt, durch den Einbruch des Tourismus sei die Zahl der Gäste massiv zurückgegangen. "Eventveranstaltungen finden faktisch keine mehr statt."

Wieners Gastronomieunternehmen hat nach ihren Angaben rund 120 Mitarbeiter. Zu ihrem Unternehmen gehört auch ein Bauernhof in Brandenburg. Die Sarah Wiener Gruppe wolle sich nun ganz auf die Lebensmittelproduktion konzentrieren.

Bereits im Mai hatte die Unternehmerin Sorgen um ihre Firma geäußert. "Wenn sich nicht schnell und radikal etwas ändert, weiß ich nicht, ob es mein Gastronomiezweig überleben wird", sagte sie damals. "Im Catering haben wir sechsstellige Verluste gemacht, uns wurden Veranstaltungen bis Jahresende abgesagt. Wir sind ein bisschen gelähmt und ratlos."

fdi/dpa