Aus dem 3D-Drucker VW richtet sich auf Bau von Medizintechnik ein

Der Autohersteller VW könnte bald medizinisches Zubehör für Beatmungsgeräte oder andere Medizintechnik zuliefern. Die Teile würden in den 3D-Druckern des Konzerns erstellt.
VW-Werk in Wolfsburg (Archivbild): Der Konzern könnte bald Medizintechnik herstellen

VW-Werk in Wolfsburg (Archivbild): Der Konzern könnte bald Medizintechnik herstellen

Foto: FABIAN BIMMER/ REUTERS

Der Autohersteller Volkswagen richtet sich darauf ein, Medizintechnik-Teile herzustellen. "Medizinisches Equipment ist natürlich neu für uns", sagte ein Sprecher. "Aber sobald wir die Anforderungen kennen und die entsprechende Blaupause erhalten, können wir starten."

Es gehe um Komponenten, die sich mit 3D-Druckern aus der Kunststoffteile- oder Prototypenfertigung herstellen ließen. Man habe bereits Anfragen von Behörden, auch zu Verbänden und Vereinen gebe es Kontakt. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

Fertigung auch außerhalb Deutschlands möglich

In den deutschen VW-Werken steht die Produktion derzeit wegen hoher Ansteckungsrisiken, abgebrochener Lieferketten sowie der in Europa und China stark eingebrochenen Autonachfrage vorübergehend still.

Für die Fertigung von Medizintechnik-Teilen kämen jedoch auch Standorte des Autokonzerns außerhalb der Bundesrepublik infrage, hieß es: "Wir haben eine internationale Taskforce, die sich bereits mit Hochdruck um dieses Thema kümmert."

Beschaffungswege würden geprüft, es gebe bereits erste Versuchsteile. Die VW-Gruppe verfüge über mehr als 125 industrielle 3D-Drucker. Sie stellt - ebenso wie andere Firmen - Kliniken, Arztpraxen und Behörden auch Atemschutzmasken aus eigenen Beständen zur Verfügung.

brt/dpa
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