Kooperation Novartis produziert Corona-Impfstoff von Curevac

Curevac hat einen weiteren Partner für die Produktion des Corona-Impfstoffs gefunden. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will in den ersten beiden Jahren bis zu 250 Millionen Dosen herstellen.
Logo von Curevac

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Foto: Thomas Kienzle / AFP

Das Tübinger Biotechunternehmen Curevac wird seinen Corona-Impfstoff auch von Novartis herstellen lassen. Der Schweizer Konzern werde in die Produktion des Impfstoffkandidaten CVnCoV einsteigen, teilte Curevac mit. Die Vorbereitungen für den Produktionsstart, für den Technologietransfer und die Testläufe haben demnach bereits begonnen. Novartis wolle bis zu 50 Millionen Dosen bis Ende 2021 und bis zu rund 200 Millionen Dosen im Jahr 2022 herstellen. Der Beginn der Auslieferungen vom Produktionsstandort in Kundl in Österreich erfolge voraussichtlich ab Sommer 2021.

»Gemeinsam mit unserem neuen Partner können wir unsere Produktionskapazitäten deutlich erhöhen und unser Fertigungsnetzwerk auf eine noch breitere Basis stellen«, sagte Curevac-Vorstand Florian von der Mülbe.

Curevac hatte im Herbst 2020 damit begonnen, ein europäisches Netzwerk zur Impfstoffherstellung mit mehreren Partnern aus der Pharmabranche aufzubauen. Bislang hat Curevac Vereinbarungen mit Bayer, Fareva, Wacker, Rentschler und anderen geschlossen. Allein der Leverkusener Bayer-Konzern will dabei in diesem Jahr 161 Millionen Dosen des Curevac-Impfstoffs produzieren.

Die Europäische Arzneimittelbehörde Ema hatte das schnelle Prüfverfahren für den Curevac-Impfstoff Mitte Februar gestartet. Die Entscheidung beruht auf den vorläufigen Ergebnissen von Labortests und klinischen Studien. Daraus wird laut der Ema deutlich, dass der Impfstoff die Produktion von Antikörpern gegen das Coronavirus anregt.

fdi/ssu/dpa
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