Corona Pfizer-Chef hält jährliche Impfungen für wahrscheinlich

Die Spritze gegen Corona könnte von nun an zur alljährlichen Routine werden: Pfizer-Chef Bourla rechnet mit der Notwendigkeit einer dritten Impfung und regelmäßiger Auffrischungen.
Vorbereitung einer Coronaimpfung mit Vakzine von Biontech und Pfizer in Montpellier

Vorbereitung einer Coronaimpfung mit Vakzine von Biontech und Pfizer in Montpellier

Foto: PASCAL GUYOT / AFP

Im Kampf gegen die Coronapandemie könnte nach Einschätzung von Pfizer-Chef Albert Bourla eine dritte Spritze als Auffrischung und anschließend eine jährliche Impfung notwendig werden. Das sagte Bourla in einem Interview mit dem US-Sender CNBC.

»Ein wahrscheinliches Szenario ist, dass es die Notwendigkeit einer dritten Dosis geben wird, irgendwo zwischen sechs und zwölf Monaten, und danach eine jährliche Neuimpfung, aber all das muss noch bestätigt werden«, sagte der Vorstandsvorsitzende des US-Pharmakonzerns in einem am Donnerstag veröffentlichten, aber bereits Anfang April geführten Interview. Dabei spielten auch die Varianten von Sars-CoV-2 eine große Rolle.

Andere Wissenschaftler und Pharmavertreter hatten sich bereits ähnlich geäußert. So hatte etwa Uğur Şahin, Chef von Biontech, dem deutschen Partner von Pfizer, Ende Februar im SPIEGEL-Interview gesagt, es werde wahrscheinlich spätestens im kommenden Jahr eine dritte Impfung und anschließend regelmäßige Auffrischungen geben müssen.

Pfizer und Biontech sowie andere Hersteller untersuchen derzeit bereits die Wirkung von möglichen Auffrischungen ihrer Coronaimpfstoffe.

fdi/dpa