Apotheker beklagen anhaltenden Schnelltest-Mangel »Ein Ende der Lieferengpässe ist noch nicht abzusehen«

Corona-Schnelltests gelten als wichtige Waffe im Kampf gegen die Pandemie – und ein entsprechender Nachweis wird auch von Geimpften immer häufiger verlangt. Doch mit dem Angebot gibt es Probleme.
Mitarbeiterin in einem Schnelltestzentrum: Verfügbarkeit kann sich täglich ändern

Mitarbeiterin in einem Schnelltestzentrum: Verfügbarkeit kann sich täglich ändern

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Ob in der Bahn oder beim Friseur: Ungeimpfte müssen vielerorts den Nachweis eines aktuellen Corona-Schnelltests mit sich führen und auch von Geimpften wird ein entsprechendes Dokument immer häufiger verlangt. Die Politik machte die Tests deshalb für alle wieder kostenlos – doch beim Nachschub halten die Probleme an.

Der Apothekerverband Nordrhein rechnet noch über Wochen mit Engpässen bei Corona-Schnelltests. »Coronatests sind oft knapp. Ein Ende der Lieferengpässe ist noch nicht abzusehen«, sagt Verbandschef Thomas Preis der »Rheinischen Post «.

»Aktuell steigen die Zahlen in den Teststellen wöchentlich um zehn Prozent an. Der Dezember wird der Monat mit den meisten Bürgertests werden.« Auch der Verkauf von Selbsttests lege weiter zu.

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Sonderzulassung nicht verlängert?

Zugleich gäbe es Angebotsprobleme: Die Frachtmöglichkeiten aus Fernost seien begrenzt, die Freigabe am Zoll dauere lang. »Bisher waren viele Tests als Sonderzulassung im Verkauf. Diese Sonderzulassungen werden nicht mehr verlängert. Das sorgt auch für weitere Engpässe«, beklagt Preis in der »Rheinischen Post«. Hinzu kommt: Manche Großhändler könnten zu wenig für den Winter vorbestellt haben – und nun nicht an genügend Tests kommen.

Die Selbsttests waren zuletzt auch in Drogerien stark nachgefragt, in einigen Regionen wurden sie bereits knapp . Es könne bundesweit regional zu Engpässen kommen, hatte Ende November etwa die Drogeriekette Rossmann mitgeteilt. Wegen der hohen Nachfrage könne es punktuell Probleme bei der Verfügbarkeit geben.

Eine Sprecherin des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) sprach zuletzt von einem regional sehr unterschiedlichen Problem. In welchen Regionen die Tests genau knapp seien, konnte sie nicht sagen. »Wenn in einer Apotheke die Tests ausgegangen sind, wird sich die Leiterin oder der Leiter der Apotheke um schnellstmöglichen Nachschub bemühen. Deshalb kann sich die Verfügbarkeit in den Apotheken täglich ändern.«

apr/Reuters