Lockdown Deutsche Post rechnet mit bis zu 20 Prozent mehr Paketen

Die Deutsche Post erwartet wegen des zweiten Corona-Shutdowns enorme Mengen an Paketzustellungen. Das Unternehmen will daher »jede verfügbare und mobilisierbare Kapazität bereitstellen«.
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Julian Stratenschulte/ DPA

Die Deutsche Post rechnet in diesem Jahr wegen des an diesem Mittwoch beginnenden zweiten Lockdowns mit einem höheren Paketaufkommen. »Allein in der letzten Woche haben wir 56 Millionen Pakete sortiert und ausgeliefert – deutlich mehr als jemals zuvor in unserer Unternehmensgeschichte«, sagte der Paketvorstand des Konzerns, Tobias Meyer, dem »Redaktionsnetzwerk Deutschland«.

Zwar sei »nicht klar, ob ein kurzfristiger Lockdown nochmals deutlich mehr Menge bedingt«. Allerdings würden »die Menschen jetzt schon sehr viel bestellen und auch Geschenke rechtzeitig verschicken«, fügte er hinzu. Die Deutsche Post werde daher »jede verfügbare und mobilisierbare Kapazität bereitstellen«. Bis zuletzt sei es »gelungen, auch extrem hohe Paketmengen zu bewältigen«.

Post will Pakete vor Weihnachten auch abends zustellen

Durch das verstärkte Aufkommen in der diesjährigen Weihnachtszeit rechne das Unternehmen mit Steigerungsraten von etwa 15 bis 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, sagte eine Konzernsprecherin. Für das gesamte Jahr 2020 bedeute dies ein erwartetes Paketaufkommen von insgesamt rund 1,8 Milliarden Sendungen. Schon Ende November und damit fünf Wochen vor Weihnachten habe die Deutsche Post den alten Paketrekord aus dem Jahr 2019 geknackt; damals seien insgesamt rund 1,59 Milliarden Pakete transportiert worden.

Zuletzt hatte die Deutsche Post angekündigt, in der Vorweihnachtszeit auch am Abend Pakete austragen zu wollen. »Um die großen Sendungsmengen in der Corona-Zeit für alle sicher zu bewältigen, arbeiten wir mit mehreren Wellen über den Tag, sodass unsere Zusteller in den kommenden Wochen häufiger auch noch abends klingeln werden«, sagte Meyer Ende Oktober. Wer sichergehen wolle, dass sein Paket beim Empfänger zum Heiligabend pünktlich ankommt, müsse dieses spätestens bis zum 19. Dezember um 12 Uhr abgegeben haben, sagte Meyer. Für Briefe und Postkarten gelte der 22. Dezember als spätestes Abgabedatum.

hej/Reuters
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