Corona-Prävention Bahn will Zahl der "Unterwegsreiniger" verdoppeln

Sie desinfizieren Türdrücker, Griffe oder Haltestangen: Wegen der Corona-Pandemie will die Deutsche Bahn deutlich mehr Putzkräfte während der Fahrt einsetzen. Im Bordbistro soll es künftig auch Schutzmasken geben.
Ein Job mit gestiegener Bedeutung: Reinigungskraft in der Münchner S-Bahn

Ein Job mit gestiegener Bedeutung: Reinigungskraft in der Münchner S-Bahn

Foto: Lino Mirgeler/ dpa

Die Deutsche Bahn will wegen der Corona-Pandemie mehr für die Hygiene und Sauberkeit in Zügen und an Bahnhöfen tun. Laut einem Bericht der Funke Mediengruppe soll die Zahl der Reinigungskräfte in den Zügen bis Juli auf 500 Mitarbeiter verdoppelt werden. Im August sollen dann 600 dieser sogenannten Unterwegsreiniger im Einsatz sein, hieß es. Insgesamt seien bundesweit 4300 Mitarbeiter für die Reinigung zuständig. Die Deutsche Bahn äußerte sich zunächst nicht dazu.

Die Unterwegsreiniger sollen laut Medienbericht während der Zugfahrt vor allem Kontaktflächen wie Türdrücker, Griffe und Haltestangen reinigen und desinfizieren. Dasselbe gelte für Waschräume und Toiletten. An Bahnhöfen würden vor allem Fahrkarten- und Snackautomaten besonders häufig geputzt. Zudem werden demnach alle Fernzüge vor ihrem Einsatz in den Werken gereinigt und desinfiziert.

"Wir reinigen mehr als je zuvor"

Dem Bericht zufolge will die Bahn an rund 180 Bahnhöfen und den 150 Service Stores künftig auch Desinfektionsmittel aus Spendern kostenlos anbieten. Außerdem können dann an den 20 größten Bahnhöfen - wie Berlin, Hamburg, München, Frankfurt oder Köln - die Waschräume kostenlos genutzt werden, um sich die Hände zu waschen. Wer keine Maske besitze, könne für 1,50 Euro im Bordbistro der Fernzüge eine kaufen. Die Bahn hat dafür nach eigenen Angaben 19 Millionen Stück erworben.

"Wir reinigen unsere Züge und Bahnhöfe mehr als je zuvor", sagte Bahn-Personenverkehrs-Vorstand Berthold Huber der Funke Mediengruppe. "Gleichzeitig bitten wir unsere Fahrgäste um ihre Mithilfe. Wenn sich alle an Hygiene- und Maskenregeln halten, kommen alle gesund und sicher ans Ziel."

dab/dpa