Wall Street Dow Jones erlebt größten Wochenverlust seit 2008

Auch zum Ende der Woche stellte sich nicht der Ansatz von Erholung ein: Die US-Aktienmärkte machten weiter minus. Bei Aktien von Fluggesellschaften stellte sich aber Besserung ein.
Die Anleger bleiben verunsichert

Die Anleger bleiben verunsichert

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JOHANNES EISELE/ AFP

Die US-Aktienmärkte haben sich der vorübergehenden Erholung an den europäischen und asiatischen Börsen nicht angeschlossen und eine der schwärzesten Wochen ihrer Geschichte beendet. Die Unsicherheit der Anleger wegen der nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen durch die Coronaviruskrise hält weiter an.

Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Abschlag von 4,55 Prozent bei 19.173,98 Punkten und damit auf dem tiefsten Stand seit November 2016. Daraus resultierte für den US-Leitindex ein Wochenminus von mehr als 17 Prozent - der höchste Wochenverlust seit dem Jahr 2008. Dabei hatte der Dow im frühen Handel noch um über zwei Prozent zugelegt.

Der marktbreite S&P 500 ging mit einem Rückschlag von 4,34 Prozent bei 2304,92 Punkten ins Wochenende. Die Wochenbilanz von minus 15 Prozent ist der höchste Wochenverlust seit 2008. Der technologielastige Nasdaq 100 sackte am Freitag um 4,04 Prozent auf 6994,29 Punkte ab.

Aktien von Fluggesellschaften steigen

Den rapiden Abfall der Leitindizes im späten Handelsverlauf begründeten Börsianer mit Spekulationen, wonach das Clearing-Unternehmen Ronin Capital nicht mehr imstande sei, seinen Kapitalanforderungen gerecht zu werden. Zudem belasteten neben den Auswirkungen der Coronakrise auf das tägliche Leben in den USA auch der erneut fallende Ölpreis und der anziehende US-Dollar.

Die in den vergangenen Tagen mit am stärksten beeinträchtigten Aktien von Fluggesellschaften setzten am Freitag zu einer Erholung an. American Airlines stiegen um knapp ein Prozent und United Airlines um gut 15 Prozent.

Der Eurokurs rutschte im US-Handel unter die Marke von 1,07 US-Dollar, nachdem er im europäischen Geschäft darüber notiert hatte. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0665 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0707 (Donnerstag: 1,0801) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9340 (0,9258) Euro gekostet. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen kletterten um 2 21/32 Punkte auf 106 1/32 Punkte nach oben. Sie rentierten mit 0,87 Prozent.

ptz/dpa
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