Fotostrecke

BMW: Vom quirligen Stadtauto bis zum mobilen Herrensitz

Foto: BMW

Crashtest BMW hat ein sicheres Standbein in den USA

Eine breit aufgestellte Premiumflotte, feste Standbeine auf den wichtigsten Absatzmärkten der Welt: Um BMW machen sich Branchenbeobachter derzeit wenig Sorgen. Und wenn der Absatz doch noch spürbar zurückgeht, helfen die Vereinbarungen mit der Belegschaft, um flexibel zu reagieren.

Portfolio: BMW hat vom Kleinwagen (Mini) bis zur absoluten Luxusklasse (Rolls Royce) alles im Programm. Die Autos genießen einen exzellenten Ruf. Der 3er-BMW bildet neben dem 1er die tragende Säule der Modellpalette. Ein weiteres Indiz für die Attraktivität der BMW-Modelle liefert die Statistik der Kriminalpolizei. Danach gehört der SUV X5 zu den meist gestohlenen Autos.

Technologie: Mit der schrittweisen Ablösung des legendären Sechszylinder-Reihenmotors begehen die Münchner ein Sakrileg - zumindest in den Augen von BMW-Fans. Die Tester loben die neue Motorengeneration hingegen durchweg für ihre exzellente Leistungscharakteristik bei geringem Verbrauch und meckern lediglich über den Klang der Motoren. Auch sonst spielt BMW, was die Innovationsfähigkeit betrifft, ganz vorne mit. Elektronischer Co-Pilot, automatische Notbremsfunktion und das Know-how beim Thema Leichtbau machen den Konzern zukunftsfähig.

Absatzmärkte: Auf den europäischen Markt allein ist BMW schon lange nicht mehr angewiesen. Die Münchner sind in den USA mit ihrem Werk in Spartanburg inzwischen eine feste Größe. "Die USA sind unsere zweite Heimat", sagte BMW-Chef Norbert Reithofer im Juli bei der Hauptversammlung seines Konzerns. Hinzu kommen sehr gute Geschäfte in China, die die Absatzverluste in Südeuropa ausgleichen - wenngleich die Wachstumsdynamik in China derzeit etwas nachlässt.

Profitabilität: Gemessen am Gewinn pro Auto spielt BMW in der Champions League. Knapp 5000 Euro behalten die Bayern im Durchschnitt nach jedem Fahrzeugverkauf übrig. Nur Mercedes und die VW-Tochter Porsche verdienen noch mehr. Dass trotz der guten Eckdaten bei der Effizienz noch Luft nach oben ist, zeigt ein Beispiel aus der Praxis: Um die hohen Importzölle in Russland zu umgehen, zerlegen die Bayern die in Spartanburg gebauten SUVs X3, X5 und X6 in Bremerhaven wieder in ihre Einzelteile und schicken sie ins Montagewerk nach Kaliningrad. Auch in Ägypten, Indonesien, Indien und Thailand "fertigt" BMW nach diesem Verfahren. Immerhin: In Russland ist in absehbarer Zeit eine echte Fabrikation geplant.

Betriebsfrieden: Eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat ermöglicht es BMW, auf einen Konjunkturabschwung flexibel zu reagieren. Bei einem Absatzrückgang von zehn Prozent kann die Werksleitung ganze Schichten ausfallen lassen und die entsprechenden Stunden von den Arbeitszeitkonten abbuchen. Verschärft sich die Absatzkrise weiter, können ganze Werke bis zu fünf Wochen geschlossen werden. Die Mitarbeiter müssen dann während dieser Zeit einen Teil ihres Jahresurlaubs nehmen. Im Gegenzug hat der Konzern vor kurzem 3000 Leiharbeiter fest eingestellt.

Foto: BMW

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.