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Volkswagen: Vom Luxus-Coupé bis zum Kleinstwagen

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Crashtest Volkswagen - Krösus aus Wolfsburg

Die Krise in Europa wird auch an Volkswagen nicht spurlos vorübergehen. Insgesamt ist der Branchenriese aber so gut aufgestellt, dass eine ernsthafte Gefahr nicht zu erwarten ist.

Portfolio: Der VW-Konzern ist im Vergleich zu den anderen europäischen Herstellern am breitesten aufgestellt. Vom Kleinstwagen bis hin zur Luxuslimousine ist alles im Angebot. Bestseller sind der Golf und der Passat, Audi A3 und A4. Bei den populären SUVs finden VW-Tiguan, Audi Q5 und Skoda Yeti reißenden Absatz.

Technologie: VW zählt bereits seit Jahren zu den innovationsstärksten Konzernen. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen die sogenannten modularen Baukästen - ob mit quer oder längs eingebauten Motoren, die peu à peu bei allen Konzernmarken eingeführt werden sollen. Auch bei den Motoren spielen die Wolfsburger vorne mit. Neuester Streich ist der besonders sparsame 1,4 Liter große TSI Motor mit Zylinderabschaltung für den Golf und den A3. Auch beim Leichtbau ist Volkswagen vorn. Das Tempo wollen die Wolfsburger beibehalten: Der Aufsichtsrat ebnete vor wenigen Tagen den Weg für ein 50,2 Milliarden Euro schweres Programm. Das Geld fließt bis zum Jahr 2015 ins weltweite Werksnetz und in neue Technologien.

Absatzmärkte: Volkswagen verkauft den Großteil seiner Autos in Europa. Der Rückgang der Nachfrage wird aber kompensiert durch den steigenden Absatz in China und Südamerika. In Russland ist VW bereits die Nummer zwei hinter Lada. Auf dem US-Markt sind die Wolfsburger derzeit noch nicht sehr stark vertreten. Um dem entgegenzuwirken, hat der Konzern in den vergangenen vier Jahren rund vier Milliarden Dollar investiert - unter anderem in ein neues Werk in Chattanooga, wo seit vergangenem Jahr der eigens entwickelte US-Passat vom Band läuft. Ein Geländewagen soll folgen.

Profitabilität: Als Massenhersteller steht Volkswagen mit einem Gewinn von gut 1400 Euro pro Auto gut da. Ohne die prosperierende Töchter Audi und Porsche sähe die Bilanz allerdings nur durchschnittlich aus. Es ist aber zu erwarten, dass der neue Golf VII für spürbare Besserung sorgt, denn die Produktionskosten liegen dank des modularen Querbaukastens geschätzt 1500 bis 1800 Euro pro Auto niedriger als beim Vorgängermodell.

Betriebsfrieden: Ein gutes Einvernehmen mit den Arbeitnehmern hat bei VW Tradition. Die Belegschaft hat bereits bewiesen, dass sie zu erheblichen Zugeständnissen bereit ist, wenn der Konzern im Gegenzug auf Entlassungen verzichtet. Noch steht jedoch der echte Härtetest aus.

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