Daimler-Zahlen Die Sünden der Vergangenheit kosten

Daimler hat seinen Umsatz im dritten Quartal noch einmal deutlich gesteigert. Unter dem Strich blieb aber weniger übrig, als die Analysten erwartet hatten.
Daimler-Chef Dieter Zetsche

Daimler-Chef Dieter Zetsche

Foto: Kai Pfaffenbach/ REUTERS

Der Auto- und Lastwagenbauer Daimler   hat im dritten Quartal unter anderem wegen Sonderkosten für Garantiefälle und die Nachbesserung von Dieselfahrzeugen in Europa operativ weniger verdient. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 3,46 Milliarden Euro zurück, wie der Dax-Konzern am Freitag in Stuttgart mitteilte. Experten hatten einen etwas höheren Wert erwartet. Daimler hatte unter anderem für das Softwareupdate von über drei Millionen Dieselautos in Europa 223 Millionen Euro an Sonderkosten verbucht. Unter dem Strich ging der Nettogewinn um 17 Prozent auf 2,27 Milliarden Euro zurück.

Im Tagesgeschäft dagegen profitiert der Konzern weiter vor allem auch vom guten Lauf in China und bei den Stadtgeländewagen, den sogenannten SUVs. Weltweit hatte das Unternehmen im dritten Quartal rund 573.000 Autos seiner Stammmarke Mercedes-Benz verkauft, fast acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das trieb den Umsatz insgesamt um sechs Prozent auf 40,81 Milliarden Euro hoch. Die Umsatzrendite der größten Geschäftsfelds Mercedes-Benz Cars ging vom starken Vorjahreswert um 2,6 Prozentpunkte auf 9,2 Prozent zurück. Neben den Kosten für das Softwareupdate bei Dieselautos fielen 230 Millionen Euro für eine Rückrufaktion an.

Die Finanzprognosen für das Gesamtjahr bestätigten die Stuttgarter. In der Lkw-Sparte ist der Konzern wegen einer deutlichen Erholung optimistischer beim Ergebnis.

mik/dpa-AFX
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