Wirtschaft

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Antrieb der Zukunft

Daimler-Betriebsrat warnt vor Hauruck-Wechsel zum Elektroauto

Würde man auf Umweltschützer und Politiker hören, dann wäre das Elektroauto bereits in Massen auf der Straße. Doch bei den Verantwortlichen in den Autofirmen wächst das Unbehagen dieses Wandels mit der Brechstange.

Daimler

Wasserstoff-Benz: Bislang quasi in Einzelfertigung

Donnerstag, 04.04.2019   08:44 Uhr

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Der Hype um das Elektroauto droht alle zu überrollen. Kritische Einwände werden schnell als Beharrung von Ewiggestrigen diffamiert. Doch die einseitige Festlegung bringt womöglich am Ende mehr Probleme als sie löst. Davon ist jedenfalls Michael Häberle, Betriebsratschef an Daimlers Stammsitz in Stuttgart-Untertürkheim überzeugt. "Die Batterie ist wahnsinnig wichtig für uns, aber man darf sich auch nicht nur auf ein Standbein verlassen", sagte Häberle. "Ich weiß nicht, ob wir es uns leisten können, nur den Mainstream Batterie zu forcieren und wir uns dann unter Umständen in der Frage Wasserstoff abhängen lassen."

Anders als zum Beispiel Toyota und Hyundai bietet Daimler mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge bislang quasi nur als Einzelanfertigung an. Die Autos der Elektromarke EQ sollen hingegen in den kommenden Jahren in großer Stückzahl auf den Markt kommen. Dafür baut Daimler derzeit weltweit Batteriefabriken - am Freitag wird der Grundstein für eine Akkufertigung in Stuttgart-Untertürkheim gelegt.

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Dennoch mahnt Betriebsratschef Häberle beim Ausbau der Elektromobilität zur ruhigen Hand: "Was gerade in einer Hauruck-Aktion passiert, ist das Gleiche wie bei Fukushima mit der Energiebranche", sagt er. "Ohne Fukushima wäre Deutschland nicht so schnell aus der Atomkraft ausgestiegen. Und ohne VW und den Dieselskandal wäre die Autoindustrie nicht in einer solchen Geschwindigkeit getrieben, die Elektromobilität umzusetzen, die wirtschaftlich unter Umständen auch nicht gesund ist und zusätzlich die gesamtheitliche Betrachtung der Ökobilanz vernachlässigt."

mik/dpa-AFX

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