Coronakrise Gewinn von Daimler bricht um fast 80 Prozent ein

Daimler konnte wegen der Coronakrise deutlich weniger Autos verkaufen als im Vorjahr. Das lässt den Gewinn deutlich absacken. Der Börsenkurs des Konzerns legte jedoch zu.
Daimler-Werk in Bad Cannstatt

Daimler-Werk in Bad Cannstatt

Foto: ANDREAS GEBERT/ REUTERS

Daimler muss wegen der Coronakrise einen heftigen Gewinneinbruch hinnehmen. Von Januar bis März betrug das vorläufige Ergebnis vor Steuern 617 Millionen Euro und lag damit 78 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie der Autokonzern mitteilte. Daimler schreibt aber noch immer in allen drei Sparten (Auto, Trucks, Mobilitätsdienste) nach wie vor schwarze Zahlen, 

Nachdem Daimler zuvor bereits seine ursprüngliche Geschäftsprognose für das Gesamtjahr gekippt hatte, geht der Konzern nun offiziell davon aus, dass das operative Ergebnis ebenso wie der Fahrzeugabsatz und der Umsatz unter dem Niveau des Vorjahres liegen wird.

15 Prozent weniger Autos verkauft

Eine Neueinschätzung sei aber schwierig, weil die Auswirkungen der Pandemie auf Kundennachfrage, Lieferketten und Produktion "nicht mit dem üblichen Detailierungsgrad und der üblichen Sicherheit eingeschätzt werden" könnten.

Daimler verkaufte nach eigenen Angaben im ersten Quartal gut 477.000 Pkw seiner Marken Mercedes und Smart, das entsprach einem Rückgang um knapp 15 Prozent zum Vorjahr. Seinen ausführlichen Quartalsbericht will der Konzern am 29. April vorstellen.

Trotz der schlechten Zahlen legten Daimler-Aktien an der Börse zu: Sie stiegen zeitweise um ein Prozent. Die Coronakrise hat zwar deutliche Spuren in der Bilanz hinterlassen, mit einer Halbierung des Aktienkurses binnen vier Wochen bis Mitte März hatten sich die Anleger jedoch bereits entsprechend positioniert.

hej/AFP
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