Quartalsergebnis Daimler verdreifacht Gewinn

Gute Nachrichten für den angeschlagenen Daimler-Chef Zetsche: Der Autokonzern verbucht im zweiten Quartal ein Plus von knapp 4,6 Milliarden Euro - fast dreimal so viel wie im Vorjahr. Grund ist vor allem der Verkauf der EADS-Anteile, doch auch sonst lief es für das Unternehmen besser, als Experten erwartet hatten.

Daimler-Chef Zetsche: "Kein Grund, sich auszuruhen"
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Daimler-Chef Zetsche: "Kein Grund, sich auszuruhen"


Stuttgart - Daimler hat im zweiten Quartal seinen Nettogewinn verdreifacht. Hintergrund war vor allem der Verkauf der EADS-Anteile. Nach Steuern verdiente der Stuttgarter Autokonzern in den Monaten April bis Juni knapp 4,6 Milliarden Euro, nach rund 1,57 Milliarden Euro vor Jahresfrist. "Unser Ergebnis hat sich im zweiten Quartal gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres wie angekündigt deutlich verbessert und die Markterwartungen übertroffen", sagte Konzernchef Dieter Zetsche am Mittwoch in Stuttgart. Das sei aber "kein Grund, sich auszuruhen".

Den Investoren versprach Zetsche eine weitere Verbesserung der Geschäftslage. Die eingeleiteten Effizienzprogramme wirkten allmählich, zudem entwickelten sich die Märkte besser. Daimler Chart zeigen gehe davon aus, dass das Ergebnis im zweiten Halbjahr 2013 "deutlich besser" sein werde als in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Im westeuropäischen Markt erscheine der Tiefpunkt der Pkw-Nachfrage inzwischen durchschritten, so Daimler. Im zweiten Halbjahr sei daher von einer allmählichen Verbesserung der Marktsituation auszugehen. Daimler hatte bereits am 12. Juli vorläufige Geschäftszahlen für die Monate April bis Juni vorgelegt und bestätigte diese am Mittwoch.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Zetsche die Gewinnprognose, die er im Frühjahr unter anderem wegen des schwächeren Absatzes in Europa zurechtgestutzt hatte. Für 2013 kalkuliert Daimler mit einem operativen Gewinn - ohne Sondereffekte wie etwa EADS - unter dem des Vorjahres, in dem 8,1 Milliarden Euro verdient wurden. Das wäre das zweite Jahr in Folge, in dem Daimler einen schrumpfenden Betriebsgewinn verbucht - vor allem wegen höherer Ausgaben für neue Modelle.

cte/Reuters



insgesamt 61 Beiträge
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alibaba2010 24.07.2013
1. Gewinn hoch - Qualität runter
Neben dem Verkauf der EADS Anteile hat Mercedes seine Gewinne auch durch Qualitätsrückgänge generiert. Ein Fahrzeug der E-Klasse ist z. B. mit einer Serienbeleuchtung ausgestattet, die bestenfalls mit dem Begriff alte Funzel bezeichnet werden kann. Derart schlechte Scheinwerfer hatte ich zuletzt vor 40 Jahren. Nachdem ich aufgrund der katastrophalen Scheinwerfer bei Dunkelheit und Nässe beinahe in den Straßengraben gefahren wäre, habe ich meinen E-Klasse Mercedes mit einem KM-Stand von nur 12.000 Km mit einem Verlust von mehreren Tausend Euro wieder verkauft. Es ist in der Tat beschämend für Mercedes, einen solchen sicherheitsbedenklichen Murks auf die Straße zu schicken. Diese Gewaltsparkurse werden sich langfristig negativ auswirken, jedenfalls fahre ich jetzt ein Auto einer anderen Marke mit einer Beleuchtung auf dem aktuellen technischem Stand.
c54 24.07.2013
2. Warum
wird in dem Artikel der außerordentliche Gewinn durch den EADS-Verkauf konkret mit einer Zahl benannt? Dann könnte man weit besser einschätzen, was die Zahl von 4,6 Mrd Quartalsgewinn wirklich wert ist.
wanderer18 24.07.2013
3. Das Ist Fantastisch!
Sklavenarbei(Leiharbeit) sei Dank!
leos-amigo2 24.07.2013
4. nicht nur E-Klasse
Auch mein neuer GLK hat kein Xenon, sondern einfaches lich, was viel schlechter funktioniert, als bei meinem alten 5-er BMW von 2003. Was sehr enttäuschend ist. Hoffentlich mach Mercedes nich den gleichen Fehler, wie GM mit dem Opel in den 90-ern und spart an falschen Stellen, was den Ruf für Jahrzehnte schädigt.
michael657 24.07.2013
5. an alibaba2010
wer bitte verkauft sein neues auto wegen den scheinwerfern?! und das mit verlust :-D also du hast bestimmt zu viel geld in der tasche und so lang es solche menschen gibt wird sich der benz bestimmt noch lang verkaufen ;-) mfg
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