Halbe Milliarde Euro für Entwicklung Daimler will binnen zehn Jahren selbstfahrenden Lkw verkaufen

Eine halbe Milliarde Euro will Daimler in autonom fahrende Lastwagen investieren und dafür gut 200 Jobs schaffen. Computer sollen diese Fahrzeuge überwiegend steuern.

Elektrolastwagen der Marke Freightliner von Daimler
DPA

Elektrolastwagen der Marke Freightliner von Daimler


Eine halbe Milliarde Euro investiert Daimler in den kommenden Jahren in die Entwicklung hochautomatisierter Lastwagen. Innerhalb der kommenden zehn Jahre will der Konzern einen solchen Lastwagen auf den Markt bringen, wie Daimler auf der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas mitteilte. Dafür sollen 200 zusätzliche Arbeitsplätze in den USA und Deutschland geschaffen werden.

Unter hochautomatisiertem Fahren versteht Daimler Chart zeigen, dass ein Lastwagen in abgegrenzten Bereichen allein agiert. Der Fahrer muss nicht zwingend eingreifen. Es ist die letzte Stufe vor der völligen Automatisierung von Fahrzeugen. Die Technik erhöht nach Überzeugung des Lkw-Herstellers die Sicherheit und bietet mehr Transportleistung, da der Einsatz rund um die Uhr möglich sei.

Daimler ist Weltmarktführer für mittlere und schwere Lastwagen und hatte erstmals 2014 die Studie "Future Truck" vorgestellt. In diesem Jahr will Daimler seinen ersten teilautomatisierten Lastwagen in den USA auf die Straße bringen. Das System kann den Angaben zufolge beispielsweise selbstständig bremsen, beschleunigen und lenken. Einen Zwischenschritt, bei dem das Fahrzeug zwar allein agieren kann, der Fahrer aber in der Pflicht bleibt immer einzugreifen, will Daimler überspringen. Dieses Stadium biete den Kunden im Transportbereich keinen wesentlichen Vorteil.

Mit der voranschreitenden Vernetzung von Fahrzeugen ist die CES für die deutschen Autobauer in den vergangenen Jahren als Messe in den USA fast noch wichtiger geworden als die Autoshow in Detroit. Daher nutzt Daimler die Technikschau auch zur Weltpremiere seines neuesten Lkw-Modells für den US-Markt, des Freightliner Cascadia.

mmq/dpa/Reuters



insgesamt 10 Beiträge
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sametime 07.01.2019
1. Interessant
Daimler will zehn Jahre benötigen, um genau einen LKW zu verkaufen. Da sind andere Hersteller doch effektiver. "Computer sollen diese Fahrzeuge überwiegend steuern." Aha. Und was machen die Computer in der restlichen Zeit? Die Fahrzeuge crashen? Oder Spiele gegeneinander spielen?
Chilango 07.01.2019
2. Bescheuert
Die Bahn sollte autonom fahren. Ihre Struktur entsprechend ausgebaut werden und überall Lade-Hubs gebaut werden so wie dies schon einmal war. Zum einen kann dort die autonomie viel Einfacher und sicherer agieren da sie auf separatenb Verkehrswegen agieren. Zum anderen können dann Elektro-LKW von den Lade-Hubs die Ladung übernehmen und verteilen bzw. an die Bahn übergeben. Wie wollen sie denn auf der Autobahn mit Personenverkehr, sehr rudimentärer Abrgenzung von der Umwelt (Radweg, Gehweg, Zebrastreifen etc.) jemals die Sicherheit gewährleisten. Egal dann gibt eben Tote im Dienste des Fortschritts
jasper366 07.01.2019
3.
Zitat von ChilangoDie Bahn sollte autonom fahren. Ihre Struktur entsprechend ausgebaut werden und überall Lade-Hubs gebaut werden so wie dies schon einmal war. Zum einen kann dort die autonomie viel Einfacher und sicherer agieren da sie auf separatenb Verkehrswegen agieren. Zum anderen können dann Elektro-LKW von den Lade-Hubs die Ladung übernehmen und verteilen bzw. an die Bahn übergeben. Wie wollen sie denn auf der Autobahn mit Personenverkehr, sehr rudimentärer Abrgenzung von der Umwelt (Radweg, Gehweg, Zebrastreifen etc.) jemals die Sicherheit gewährleisten. Egal dann gibt eben Tote im Dienste des Fortschritts
Na dann Auf Auf und machen Vorschläge wo man diese Hubs bauen kann, aber vergessen Sie nicht eine Ritterrüstung anzuziehen. Die dort wohnenden Mitbürger werden darüber nämlich 'not amused' sein, wenn man sieht was da teilweise schon ein Theater veranstaltet wird, um eine Strecke rein für touristische Zwecke wieder zu reaktivieren. Hier hatte sich vor Jahren sogar eine BI gegen die Reaktivierung (die noch immer nicht von Statten ging) gebildet. Lassen Sie sich das Argument 'dagegen' mal auf der Zunge zergehen. ;-) "Eine Gruppe von Eisenbahn-Romantikern bereite einem sehr marktwirtschaftlich operierenden Unternehmen den Weg für die Vergrößerung seines Schienennetzes. In einer Stellungnahme heißt es: „Sie geben dem Unternehmen die Möglichkeit, seine Aktivitäten auf den unteren Westerwald auszudehnen. *Schaue man sich die Karte mit den eisenbahntechnischen Gegebenheiten genauer an, stelle man fest, dass sich die reaktivierte Strecke an beiden Endpunkten hervorragend als Transit zu überregionalen Güterstrecken anbiete.*“ http://www.diebrex.de/keine-brex-burger-grunden-initiative-gegen-reaktivierung/
heimatminister 08.01.2019
4.
"Daimler will in wenigen Jahren weitgehend autonom fahrende Lastwagen auf den Markt bringen." Daimler hat am Wochenende auch die Brennstoffzellen-Technik für tot erklärt. Live und in Farbe im u.s.amerikanischen TV. Die dt. Automobilindustrie ist noch immer im Geisterfahrermodus.
mhuz 08.01.2019
5.
Im Fantasieren war die Autoindustrie schon immer gut - mach Pläne für Morgen, dann interessiert dich keine realen Sorgen. Jeder Dieselfahrer wäre froh, wenn er etwas von dem Geld abbekommen könnte, um sich ein neues Auto kaufen zu können um wieder in die Stadt fahren zu können.
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