Datendiebstahl US-Behörden klagen Hacker-Bande an

Amerikanische Staatsanwälte haben fünf Männer wegen Datenklaus angeklagt. Zu ihren Opfern gehörten Großunternehmen, aber auch Millionen von Kreditkartenbesitzern. Mit europäischen Karten sollen die Diebe besonders viel Geld gemacht haben.

Im Visier: Die Männer sollen Millionen von Kreditkartendaten gestohlen haben
DPA

Im Visier: Die Männer sollen Millionen von Kreditkartendaten gestohlen haben


Washington - Wegen einer "weltweiten Hacker-Verschwörung" hat die US-Staatsanwaltschaft fünf Männer angeklagt. Ihnen werden der Diebstahl von Daten und Hackerangriffen auf zahlreiche amerikanische und internationale Unternehmen vorgeworfen. Diese sollen zu Verlusten von mehreren Hundert Millionen Dollar geführt haben.

Nach Angaben des US-Justizministeriums wurden rund 160 Millionen Kreditkarten-Nummern gestohlen. Es handele sich um das schwerste Verbrechen dieser Art, das bisher in den USA zur Anklage gekommen sei. Bereits 2009 seien erste Ermittlungen eingeleitet worden, die man aber erst jetzt öffentlich gemacht habe.

Angeklagt sind vier Russen und ein Ukrainer. Drei der Angeklagten befinden sich auf der Flucht. Zu den betroffenen Unternehmen zählten unter anderem die US-Börse Nasdaq Chart zeigen, die Handelskette 7-Eleven, Visa Chart zeigen sowie die französische Supermarkt-Kette Carrefour Chart zeigen .

Dem "Wall Street Journal" ("WSJ") zufolge installierten die Männer unter anderem Software auf Firmencomputern, mit denen sie später in die internen Systeme eindrangen. Die Attacken seien über geleaste Computer ausgeführt worden, die sich im US-Bundesstaat New Jersey, in Lettland und Panama sowie auf den Bahamas befanden.

Die gestohlenen Kreditkarten-Daten verkauften die Angeklagten weiter. Für eine US-Karte kassierten sie laut "WSJ" etwa zehn Dollar, für eine kanadische 15 Dollar und für europäische Kreditkarten soll es sogar 50 Dollar gegeben haben.

dab/dpa

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