Fed-Entscheidung Investoren feiern Kurs der US-Notenbank

Die US-Notenbank Fed pumpt weniger Geld in die Märkte als bisher, verspricht aber langfristig niedrige Zinsen - und macht Börsianer damit froh. Der Deutsche Aktienindex Dax legt bei Handelsstart um rund ein Prozent zu. Auch in Asien schloss der Nikkei auf dem höchsten Stand seit sechs Jahren.

Frankfurter Börse: Auch die amerikanischen Indizes legten zu
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Frankfurter Börse: Auch die amerikanischen Indizes legten zu


Frankfurt/Tokio - Die amerikanische Notenbank Federal Reserve drosselt ihr Anleihenkaufprogramm, setzt aber langfristig auf eine lockere Geldpolitik. An den Börsen kommt die Nachricht gut an: Der deutsche Aktienindex Dax startete mit einem Plus von rund einem Prozent auf 9281 Punkte in den Tag.

Die Fed hatte am Mittwochabend überraschend angekündigt, ihr Anleihenkaufprogramm um zehn Milliarden auf 75 Milliarden Dollar im Monat zu verringern. Zugleich stellten die Währungshüter nach ihrem Treffen aber auch langfristig niedrige Leitzinsen in Aussicht. Mit der Ankündigung, das Anleihenkaufprogramm von Januar an einzuschränken, beendete die Zentralbank eine monatelange Ungewissheit an den Märkten.

Die US-Börsen hatten daraufhin auf Rekordständen geschlossen. Der Dow-Jones-Index rückte um 1,8 Prozent auf 16.168 Punkte vor, der S&P 500 stieg um 1,7 Prozent auf das Rekordniveau von knapp 1811 Stellen.

Auch der japanische Nikkei Chart zeigen schoss am Morgen in die Höhe. Der Index beendete den Handel mit einem Plus von 1,7 Prozent auf 15.859 Punkte. Auch an anderen Aktienmärkten gab es Gewinne: Der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik unter Ausschluss Japans stieg um 0,3 Prozent.

Eine Ausnahme war die Börse in Shanghai, deren Leitindex um 0,8 Prozent nachgab. Die chinesische Notenbank hatte die Märkte enttäuscht, weil sie dem Finanzsystem nicht noch mehr Geld zur Verfügung stellen will.

yes/dpa/Reuters



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zerozero123 19.12.2013
1. Da feiert mal schön...
...es ist erstaunlich, da werden Schulden über Schulden generiert, immer neue und immer grössere Summen werden in die Märkte gepumpt, Zinsen sind verschwindend gering. Und was ist das Ende vom Lied? Die Summe aller Schulden hat mittlerweile das 4-fache der existierenden Geldmenge erreicht. Niemals können diese Schulden beglichen werden. Das Geldsystem krankt und ist nicht nachhaltig. Für die Menschen selber ist das bestehende Geldsystem schlicht und ergreifend Betrug wenn man nicht gerade 7-stellige Summen auf dem Konto hat. Es wird Zeit ALternativen zum Geldsystem der Banken zu suchen. Virtuelle Währungen die nicht zentralisiert sind wären eine Möglichkeit. Die Macht der Banken und "Zocker" muss gebrochen werden...
Hübitusse 19.12.2013
2. Tja
An solchen "Feierlichkeiten" erkennt man wie falsch die Entscheidung des ewig niedrigen Zinssatzes im Grunde ist. Denn merke auf: Wenn die Bö(r)sen feiern, stimmt was nicht!
privat78 19.12.2013
3. Eine Frage
Was ich nicht begriffen habe. Anleihen sind doch Staatschuldverschreibungen. Der Staat nimmt Kredite auf, bekommt Geld von Investoren, die bekommen im Gegenzug Staatsanleihen. Wenn der Staat nun diese Anleihen zurückkauft, braucht er ja wieder neues Geld. Gibt er dann neue Staatsanleihen aus, was wenig sinnvoll wäre, oder woher bekommt er das Geld ? Sämtliche Staatshaushalte sind doch verschuldet, d.h. es ist kein Geld da um Staatsanleihen zurück zu kaufen. Also nimmt der Staat neue Kredite auf, aber in welcher Form ? Oder druckt er einfach Geld. In Europa ist so etwas ( hoffentlich ) nicht möglich. Im Land der unbegrenzten Blödheiten vielleicht. Vielleicht kann das ja einmal ein Experte genauer Erklären.
muellerthomas 19.12.2013
4.
Zitat von privat78Was ich nicht begriffen habe. Anleihen sind doch Staatschuldverschreibungen. Der Staat nimmt Kredite auf, bekommt Geld von Investoren, die bekommen im Gegenzug Staatsanleihen. Wenn der Staat nun diese Anleihen zurückkauft, braucht er ja wieder neues Geld. Gibt er dann neue Staatsanleihen aus, was wenig sinnvoll wäre, oder woher bekommt er das Geld ? Sämtliche Staatshaushalte sind doch verschuldet, d.h. es ist kein Geld da um Staatsanleihen zurück zu kaufen. Also nimmt der Staat neue Kredite auf, aber in welcher Form ? Oder druckt er einfach Geld. In Europa ist so etwas ( hoffentlich ) nicht möglich. Im Land der unbegrenzten Blödheiten vielleicht. Vielleicht kann das ja einmal ein Experte genauer Erklären.
Die Notenbank kauft die Anleihen, nicht die Regierung. Wieso denn hoffentlich nicht möglich? Wo sehen Sie dann da das Problem? Die Notenbank kauft einen Teil der Staatsanleihen von den Geschäftsbanken, die Zinsen erhält ab dann die Notenbank und die schüttet ihren Gewinn wiederum an das Finanzministerium aus. Ist doch prima.
frubi 19.12.2013
5. .
Zitat von sysopREUTERSDie US-Notenbank Fed pumpt weniger Geld in die Märkte als bisher, verspricht aber langfristig niedrige Zinsen - und macht Börsianer damit froh. Der Deutsche Aktienindex Dax legt bei Handelsstart um rund ein Prozent zu. Auch in Asien schloss der Nikkei auf dem höchsten Stand seit sechs Jahren. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/dax-boersianer-feiern-entscheidung-der-fed-a-939976.html
Und nach dem nächsten Crash fragen sich dann wieder alle Experten: "Wie konnte das überhaupt passieren?" Wie ich mich darauf freue. Generell begrüße ich diese Zinspolitik denn dadurch wird ein baldiger Crash immer wahrscheinlicher und unser Wirtschaftssystem braucht einen richtig großen Crash damit man aus diesen Trümmern ein stabileres Wirtschaftssystem aufbauen kann.
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