Deutsch-chinesischer Gipfel Autofirmen schmieden Allianzen

Während US-Präsident Trump den Handelsstreit anheizt, nähern sich deutsche und chinesische Firmen an. Mehrere Unternehmen aus der Autobranche haben am Rande des deutsch-chinesischen Gipfels Abkommen unterzeichnet.
Automanager Qi Yumin (Brilliance Auto Group) und Harald Krüger (BMW)

Automanager Qi Yumin (Brilliance Auto Group) und Harald Krüger (BMW)

Foto: Carsten Koall/ Getty Images

Im Zuge des deutsch-chinesischen Gipfels in Berlin haben mehrere deutsche Firmen Abkommen mit chinesischen Unternehmen unterzeichnet. 22 Abkommen  insgesamt, darunter eine Kooperationsvereinbarung im Bereich autonomes Fahren und eine für die Entwicklung einer Plattform für das Internet der Dinge, haben Wirtschaftsvertreter unterschrieben.

Vor allem deutsche Autofirmen waren umtriebig: Audi will etwa gemeinsam mit dem chinesischen Technologiekonzern Huawei Projekte im Bereich intelligent vernetzter Autos vorantreiben. Durch solche Technologien soll die Kommunikation von vernetzten Autos mit ihrer Umwelt ermöglicht werden. Ampelsysteme und Videokameras an Kreuzungen übermitteln Verkehrsinformationen an Autofahrer in Echtzeit.

2017 setze Audi als erster ausländischer Autohersteller gemeinsam mit Huawei und den chinesischen Behörden solche Technologien auf öffentlichen Straßen in der ostchinesischen Millionenstadt Wuxi ein. Nun haben die beiden Firmen eine Absichtserklärung für eine strategische Kooperation unterzeichnet.

"Unser Ziel ist die Verbesserung der Sicherheit und Optimierung des Verkehrsflusses für eine intelligente Stadt. In den Konzepten konzentrieren wir uns dabei zunächst auf den chinesischen Markt", sagte Saad Metz, Vizechef von Audi in China

Auch der deutsche Autobauer BMW nutzte den Gipfel zu einer Vertragsunterzeichnung. Er gründete mit dem chinesischen Autohersteller Great Wall ein Gemeinschaftsunternehmen, das künftig einen neuen Elektro-Mini in China bauen soll. Angesiedelt werden soll die Firma in der Provinz Jiangsu nördlich von Shanghai. Der Gründung des Joint Ventures müssen aber noch Behörden zustimmen.

BMW hatte bereits im Februar mit Great Wall die Absicht bekundet, den vollelektrischen Mini auch in China bauen zu wollen. Bisher werden Minis nur in England und in den Niederlanden gefertigt. 2019 soll der erste rein batteriegetriebene Mini im britischen Stammwerk in Oxford vom Band laufen.

hej/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.