Bis 2029 Deutsche Bahn bekommt vom Bund 52 Milliarden Euro

Damit die Züge pünktlicher werden, braucht die Bahn intakte Schienen und Signale. Nun will der Staat mehr Geld ausgeben, um die marode Infrastruktur zu reparieren.

Weichenerneuerung nahe Köln (Archiv)
Federico Gambarini / DPA

Weichenerneuerung nahe Köln (Archiv)


Der Bund verspricht der Deutschen Bahn mehr Geld: Für Investitionen in den Erhalt der Schieneninfrastruktur bekomme der Staatskonzern bis zum Jahr 2029 insgesamt 52 Milliarden Euro. Das berichteten das "Handelsblatt" und die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) und bestätigten damit einen Bericht des SPIEGEL.

Die Vereinbarung sei bei einem Treffen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Finanzstaatssekretär Werner Gatzer (SPD) mit Haushalts- und Verkehrspolitikern der Koalition beschlossen worden, so die Zeitungen.

Die Mittel für den Erhalt des Schienennetzes werden dabei laut "Handelsblatt" von bislang 3,5 Milliarden Euro im Jahr auf 4,6 Milliarden Euro jährlich in den nächsten fünf Jahren erhöht. In den fünf darauffolgenden Jahren sollen es 5,6 Milliarden Euro pro Jahr sein.

Bahnverbände und Gewerkschaften hatten angesichts der Probleme der Deutschen Bahn und der Klimaziele der Bundesregierung jedoch noch mehr Geld gefordert - sie verlangten sieben Milliarden Euro jährlich für Instandhaltung und Investitionen in die Schiene. Die Verhandlungen zwischen Bund und Bahn über eine neue Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung mit einer Laufzeit bis 2029 seien mit der Vereinbarung aber nun abgeschlossen, berichteten die RND-Zeitungen.

Die Bahn kämpfte im vergangenen Jahr mit einer hohen Zahl an Verspätungen und Zugausfällen. Gründe dafür waren laut Unternehmen zum einen Streiks und schlechtes Wetter - zum anderen aber auch fehlende Reservezüge und Mängel in der Instandhaltung.

kko/AFP

Mehr zum Thema


insgesamt 15 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
laranagustavo 17.05.2019
1. Richtig aber zu spät
Das hätte man schon vor 10 Jahren beginnen sollen, aber besser spät als gar nicht. Bei den sich wahrscheinlich verschlechtern Aussichten der Weltwirtschaft, eine Massnahme um die Inlandsnachfrage zu verstärken.
unixv 17.05.2019
2. Wie geht das?
ist die Deutsche Bahn nicht privatisiert? Also werden jetzt mal wieder die Schulden Sozialisiert und nur die Gewinne sind Privat/ für Aktionäre? Was denn das mal wieder für ein Quatsch?
Koana 17.05.2019
3. Das schwarze Loch....
.... mit grünen Punkten und einer roten Gloriole, wenn das mal nicht die 52 Mrd. ganz alleine schuckt. Unsere Politker- und Managerelite, die schaffen das! (.. und ich wage es zu tippen, 2029 wird der U-Bahnhof in Stuttgart sicher noch nicht betriebsbereit sein - wahrscheinlich stirbt der größte Profiteur des ganzen Schwindels, bevor der Schwindel endet.)
Objectives 17.05.2019
4. Lieber neu bauen als reparieren
Die Reparatur ist doch ein Fass ohne Boden. Wenn schon investieren, dann gleich richtig und keine Flickenschusterei.
heineken1 17.05.2019
5.
Zitat von unixvist die Deutsche Bahn nicht privatisiert? Also werden jetzt mal wieder die Schulden Sozialisiert und nur die Gewinne sind Privat/ für Aktionäre? Was denn das mal wieder für ein Quatsch?
Differenzierung tut not, werter Mitbürger! Die Deutsche Bahn AG befindet sich zu 100% im Staatsbesitz, gehört also Ihnen und mir und allen unseren Mitbürgern mit deutscher Staatsangehörigkeit. Unabhängig davon befindet sich die Infrastruktur, also im wesentlichen das Schienennetz und alle Bahnhöfe, sowieso im Staatsbesitz. So werden bspw. Neu- und Ersatzinvestitionen in das Netz auch nicht in der Bilanz der DB Netze AG (eine Tochter der Deutsche Bahn AG ;-) konsolidiert. Wo und wie man das dann trennt? Das ist eine der vielen Fußangeln und Unstimmigkeiten der sog. Bahnreform von 1994. Jedenfalls haben »ich kann deine Fresse nicht mehr sehen«-Pofalla und seine Kollegen jetzt ja wieder ordentlich Spielgeld. Mal sehen, was alles an »Sinnvollem« damit gemacht wird … ;-)
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.