Enttäuschendes Ergebnis für 2013 Deutsche Bahn halbiert ihren Gewinn

Für Unternehmenschef Grube ist es das schlechteste Ergebnis seiner Amtszeit: Die Bahn hat 2013 nach Informationen des SPIEGEL erheblich weniger Gewinn eingefahren als im Vorjahr. Schuld sollen unter anderem gestiegene Personalkosten sein.
Züge in Frankfurt: Schwaches Ergebnis für 2013

Züge in Frankfurt: Schwaches Ergebnis für 2013

Foto: Alexander Hassenstein/ Getty Images

Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr einen dramatischen Gewinneinbruch erlitten. Wie der SPIEGEL aus Aufsichtsratskreisen erfuhr, erwirtschaftete der Konzern 2013 nur noch einen Gewinn vor Steuern von rund 850 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern lag bei knapp 650 Millionen Euro.

Die endgültigen Zahlen will die Bahn Ende März bekanntgeben. Weil der Bund eine Dividende von 525 Millionen Euro einfordert, muss das Unternehmen aller Voraussicht nach fast seinen gesamten Gewinn ausschütten. 2012 hatte die Bahn mit knapp 1,5 Milliarden Euro noch mehr als das Doppelte verdient.

Gemessen an der ursprünglichen Finanzplanung ist das Ergebnis besonders ernüchternd: Demnach hatte die Bahn für 2013 einen Nachsteuergewinn von über 1,6 Milliarden Euro angepeilt. Als Grund für die schlechte Bilanz des vergangenen Jahres gelten neben Problemen bei der Logistiktochter Schenker und gestiegenen Personalkosten auch höhere Rückstellungen.

Für Bahnchef Rüdiger Grube bedeuten die Zahlen nicht nur das mit Abstand schlechteste Ergebnis seiner fünfjährigen Amtszeit. Sie sind auch ein Rückschlag für sein Vorhaben, den Umsatz des Konzerns bis 2020 auf 70 Milliarden Euro zu steigern.

Im vergangenen Jahr setzte die Bahn mit gut 39 Milliarden Euro genauso viel um wie 2012. Im laufenden Jahr gibt es offenbar wenig Grund für überzogenen Optimismus: Mitte Januar hatte die Bahn in ihrer Budgetplanung die Erwartungen für Gewinn und Umsatz deutlich nach unten korrigiert.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.