Staatskonzern Deutsche Bahn kann Gewinn offenbar deutlich steigern

Bei der Deutschen Bahn läuft es offenbar besser als geplant: Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hat der Staatskonzern in den ersten fünf Monaten des Jahres bei Umsatz und Gewinn zugelegt.

ICE im Hauptbahnhof Leipzig
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ICE im Hauptbahnhof Leipzig


Bahnchef Richard Lutz kann in seinen ersten Monaten im Amt erneut einen Erfolg verkünden. Bereits im März legte er nur wenige Tage nach seinem Wechsel an die Konzernspitze eine gute Bilanz für das vergangene Jahr vor - und auch das laufende Jahr hat vielversprechend begonnen. In den ersten fünf Monaten lag der Betriebsgewinn fast 20 Prozent über dem Vorjahr, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Konzerndokumente berichtet. Demnach wies die Bahn bis Ende Mai einen Betriebsgewinn von 857 Millionen Euro aus.

Das sind nicht nur 140 Millionen Euro mehr als im Vorjahr, sondern auch fast hundert Millionen mehr als von der Bahn intern geplant. Laut Insidern werde daher das Ziel für den Jahresgewinn voraussichtlich angehoben, wenn der Konzern Ende Juli die Halbjahreszahlen präsentiert. Bislang geht die Bahn für 2017 von einem Betriebsgewinn von gut 2,1 Milliarden Euro aus. Konzernchef Lutz hatte bereits im Mai angedeutet, dass der Konzern sich bei weiter positivem Geschäftsverlauf neue Ziele setzen könnte.

Auch der Umsatz spiegelt dies wider: Er stieg im Vergleich zum Vorjahr um eine Milliarde auf 17,5 Milliarden Euro. Dies ist ebenfalls etwas mehr als die Planung vorsah. Auf das gesamte Jahr gesehen peilt der Staatskonzern bisher Erlöse von 41,5 Milliarden Euro an.

Eine Bahn-Sprecherin sagte, das Unternehmen äußere sich zu internen Dokumenten nicht. Über den Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr werde die Öffentlichkeit Ende Juli unterrichtet.

fdi/Reuters



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crazy_swayze 05.07.2017
1.
Der Gewinn ging zulasten einer baufälligen Infrastruktur, weil Investitionen in jene ausgeblieben sind. Auf Dauer wird es teurer, nur weil man kurzfristig tolle Gewinne aufzeigen will (um Argumente für einen Börsengang in der Hand zu haben).
Walther Kempinski 05.07.2017
2. Oh Wunder
Ja ist auch ein Wunder, wenn man sich mal das Rollmaterial anschaut. Nicht klimatisierte Züge aus der DDR (umlackiert und neue Sitzbezüge that's it), mit Toiletten die in die Fahrgastzelle reinsticken, Schweiß, defekte Türen, defekte oder halb-defekte Triebwagen, keine Fenster oder nur Kippschlitze (ideal für den Sommer ohne Klima). Und wenn man nachfragt was das soll und warum die moderneren Züge abgezogen und durch den Schrott ersetzt wurden in der Region Stuttgart kommt der Verweis auf die Landesregierung. Die hätten das so in der Ausschreibung verlangt. Naja, man könnte ja etwas mehr tun als das absolute Minimum. Man ist ja schon froh, wenn die Züge eingiermaßen pünktlich kommen und die Anschlüsse auch Verspätung haben, damit es sich einigermaßen ausgleicht.
tgb 05.07.2017
3. Ich sag nur Berliner S-Bahn
Dann iat klar, wo die Gewinne zusammengespart werden
oldsiamsir 05.07.2017
4. Nein!
Zitat von crazy_swayzeDer Gewinn ging zulasten einer baufälligen Infrastruktur, weil Investitionen in jene ausgeblieben sind. Auf Dauer wird es teurer, nur weil man kurzfristig tolle Gewinne aufzeigen will (um Argumente für einen Börsengang in der Hand zu haben).
Ein Börsengang der Infrastruktur stand nie zur Diskussion! Daher ist Ihre Argumentation unfundiert.
Braveheart Jr. 05.07.2017
5. Dann sollte es für Die Bahn ja kein Problem sein ...
... massive Rückstellungen für das ICE4 Desaster im kommenden Jahr zu bilden. Oderhat sichb das "Rüttel-Gespenst" verzogen und alle Räder laufen rund?
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