Technische Mängel Bahn verklagt Zughersteller Bombardier

In zwei Verfahren zieht die Deutsche Bahn gegen den kanadischen Zughersteller Bombardier vor Gericht. Es soll um technische Probleme an Regionalzügen und S-Bahnen gehen - und um 160 Millionen Euro Schadensersatz.

Bahn-Zentrale in Berlin: Verhandlungen gescheitert
dpa

Bahn-Zentrale in Berlin: Verhandlungen gescheitert


München - Die Deutsche Bahn verklagt das kanadische Unternehmen Bombardier. Durch die Verfahren vor den Landgerichten Berlin und München wolle die Bahn Schäden in Höhe von 160 Millionen Euro ersetzt bekommen, berichtet die "Süddeutschen Zeitung" ("SZ"). Hintergrund seien Probleme mit Regional- und S-Bahn-Zügen von Bombardier.

"Ich kann die Existenz der beiden Klagen bestätigen", sagte eine Bahnsprecherin am späten Mittwochabend. "Zum Inhalt äußern wir uns nicht." Von Bombardier war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Anlass für die Klage in Berlin sind laut "SZ" mehr als 200 Regionalzüge, die auch als sogenannte Regio Swinger bekannt sind. Bei den Fahrzeugen gab es immer wieder Probleme mit der Neigetechnik und den Achsen. Weil Verhandlungen mit Bombardier nicht erfolgreich verliefen, habe sich die Bahn offenbar gezwungen gesehen, Klage einzureichen, heißt es in dem Zeitungsbericht. Bei dem in München anhängigen Verfahren gehe es um S-Bahn- und Regionalzüge, bei denen immer wieder Probleme mit den Bremsen aufgetreten sind.

dab/dab/AFP



insgesamt 19 Beiträge
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berlinger22 14.02.2013
1. Nur formell
Gleichzeitig hat die Deutsche Bahn im Herbst 300 Lokomotiven im Gesamtvolumen von rund 800 Millionen bei Bombardier bestellt. An der Qualität der Produkte liegt es also nicht. Diese werden übrigens, wie die Züge, komplett in Deutschland hergestellt. Ich vermute eher, dass mit diesem Verfahren auch die Rolle des Eisenbahn-Bundesamtes beleuchtet werden soll. Diese Behörde beliebt nämlich, Zulassungsrichtlinien während der laufenden Zulassungsverfahrens gravierend zu ändern, was die Projekte regelmäßig verteuert und verzögert und den Beteiligten ziemlich auf die Nerven geht. Da die Eisenbahn-Welt klein ist, traut sich keiner, das Eisenbahn-Bundesamt direkt zu verklagen.
ekznamu 14.02.2013
2. Danke ...
Zitat von berlinger22Gleichzeitig hat die Deutsche Bahn im Herbst 300 Lokomotiven im Gesamtvolumen von rund 800 Millionen bei Bombardier bestellt. An der Qualität der Produkte liegt es also nicht. Diese werden übrigens, wie die Züge, komplett in Deutschland hergestellt. Ich vermute eher, dass mit diesem Verfahren auch die Rolle des Eisenbahn-Bundesamtes beleuchtet werden soll. Diese Behörde beliebt nämlich, Zulassungsrichtlinien während der laufenden Zulassungsverfahrens gravierend zu ändern, was die Projekte regelmäßig verteuert und verzögert und den Beteiligten ziemlich auf die Nerven geht. Da die Eisenbahn-Welt klein ist, traut sich keiner, das Eisenbahn-Bundesamt direkt zu verklagen.
berlinger22, für diese Info. Sowas steht nie in den offiziellen Mitteilungen der Propagandakanäle. Das sind ECHTE Informationen, die weiterbringen.
_meinemeinung 14.02.2013
3.
Zitat von berlinger22Gleichzeitig hat die Deutsche Bahn im Herbst 300 Lokomotiven im Gesamtvolumen von rund 800 Millionen bei Bombardier bestellt. An der Qualität der Produkte liegt es also nicht. Diese werden übrigens, wie die Züge, komplett in Deutschland hergestellt. Ich vermute eher, dass mit diesem Verfahren auch die Rolle des Eisenbahn-Bundesamtes beleuchtet werden soll. Diese Behörde beliebt nämlich, Zulassungsrichtlinien während der laufenden Zulassungsverfahrens gravierend zu ändern, was die Projekte regelmäßig verteuert und verzögert und den Beteiligten ziemlich auf die Nerven geht. Da die Eisenbahn-Welt klein ist, traut sich keiner, das Eisenbahn-Bundesamt direkt zu verklagen.
kann gut sein, dass Sie ins Schwarze getroffen haben. Kenne da jemanden, der bei Bombardier Konstrukteur ist, was der so erzählt über dieses Amt, ist haarsträubend....
walter_e._kurtz 14.02.2013
4.
Zitat von _meinemeinungkann gut sein, dass Sie ins Schwarze getroffen haben. Kenne da jemanden, der bei Bombardier Konstrukteur ist, was der so erzählt über dieses Amt, ist haarsträubend....
Da steht nichtmal im Artikel, um welche S-Bahn Reihe es sich handelt. Da hat Bombardier hier im Ruhrgebiet ziemlichen Mist abgeliefert, falls es überhaupt um die betreffende DB-Baureihe 422 (http://de.wikipedia.org/wiki/ET_422#Einsatz) (letzen beiden Absätze) geht. Was ich auf jeden Fall sagen will: Von dem Artikel darauf zu schließen, das EBA baue nur Murks, gerade weil es der erste Poster so darstellt und der Bekannte bei Bombardier arbeitet, ist doch ein wenig - dünn.
DonCarlos 14.02.2013
5. Zugteil
Zitat von ekznamuberlinger22, für diese Info. Sowas steht nie in den offiziellen Mitteilungen der Propagandakanäle. Das sind ECHTE Informationen, die weiterbringen.
Nun ja, dass Eisenbahnbundesamt hält es eben für unangebracht, dass z.B. bei gekoppelten Zugteilen die Bremsen erst mit sekundenlanger Verzögerung reagieren während bei einzelnen Zügen sofort gebremst wird.
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