Neue Topmanagerin für Digitales Deutsche Bahn will Donya Amer von Bosch abwerben

Die Deutsche Bahn hat eine Favoritin für den Posten Digitales im Vorstand gefunden. Die Bosch-Managerin Donya Amer soll nach SPIEGEL-Informationen auf Sabina Jeschke folgen, die im Mai ausgeschieden war.
Wohl bald bei der Bahn: Donya Amer

Wohl bald bei der Bahn: Donya Amer

Foto: Bosch

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn hat eine Favoritin für den Posten des Digitalvorstands gefunden. Dabei handelt es sich nach SPIEGEL-Informationen um Donya Amer. Sie leitet derzeit die Sparte Climate Solutions  beim Stuttgarter Technologiekonzern Bosch. Amer soll auf der Aufsichtsratssitzung am 15. Juni zur Nachfolgerin von Sabina Jeschke bestimmt werden, die das Unternehmen auf eigenen Wunsch bereits im Mai verlassen hat.

Amer arbeitete 17 Jahre bei IBM und wechselte dann zu Bosch, wo sie zunächst als Vizechefin von Bosch IT diente. Die Gespräche zu ihrem Wechsel von Stuttgart nach Berlin sollen bereits sehr weit gediehen sein. Amer soll sich bereits mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) getroffen haben, der den Staat als alleinigen Eigentümer der Bahn vertritt.

Die Bahn will mit einer breit angelegten Digitalisierungsstrategie sowohl ihren Kundenservice verbessern, als auch die Steuerung des Zugverkehrs neu organisieren, um die Kapazitäten des Schienennetzes zu erhöhen. Vorgängerin Jeschke, die Professorin an der RWTH Aachen war, stieß bei ihrer Arbeit auf Widerstände in den komplizierten Hierarchien des Staatskonzerns. Derzeit leitet die Güterverkehrsvorständin Sigrid Nikutta  die Geschäfte von Jeschke interimsmäßig weiter.

Weder die Bahn noch Bosch wollten zu der Personalangelegenheit Stellung nehmen.

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