Boni-Rückforderungen der Deutschen Bank Josef Ackermann wittert Intrige

Die Deutsche Bank fordert Boni von ehemaligen Top-Managern zurück. Jetzt hat sich Ex-Bankchef Ackermann dazu geäußert. Er werde gar nichts zurückzahlen, seine Gegner wollten ihn nur unter Druck setzen.
Josef Ackermann (Archiv)

Josef Ackermann (Archiv)

Foto: Sven Hoppe/ dpa

Es geht um Bonus-Zahlungen in Millionenhöhe: Die Deutsche Bank  will Geld von sechs früheren Vorständen zurückfordern. Betroffen sind die Ex-Vorstandschefs Anshu Jain, Josef Ackermann, Jürgen Fitschen und weitere Top-Manager.

Ackermann hat nun als Erster der Betroffenen Stellung bezogen - und wehrt sich gegen die Berichterstattung. "Es ist überhaupt nicht die Rede davon, Boni zurückzuzahlen", sagte er am Donnerstag in Berlin. Diskutiert werde stattdessen, ob Bonus-Teile, die bislang nicht ausgezahlt wurden, "freiwillig in der Bank gelassen werden".

Unter bestimmten Umständen sei er in der Vergangenheit zu solchen Schritten bereit gewesen, um einen Beitrag zur Lösung von Problemen zu leisten, so der Ex-Manager. Aber auf Ansprüche formell verzichten werde er nicht. "Das kann ich gar nicht", sagte er.

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Ackermann monierte, die Frage hätte intern in der Bank geklärt werden sollen, sei aber in die Öffentlichkeit getragen worden. Aber offenbar habe man ihn unter Druck setzen wollen. "Man merkt die Absicht, aber man ist verstimmt", sagte er.

beb/dpa
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