Tiefststand Deutsche-Bank-Aktie - jetzt schon für 6,99 Euro

Schlechte Stimmung an der Börse hat die Deutsche Bank erwischt. Die Aktie fiel zwischenzeitlich auf 6,99 Euro - ein neuer Tiefststand.
Figuren auf dem Frankfurter Operngebäude nahe der Deutschen Bank

Figuren auf dem Frankfurter Operngebäude nahe der Deutschen Bank

Foto: MAURITZ ANTIN/EPA-EFE/REX

Sorgen um die Konjunktur und ein pessimistischer Ausblick für die Bankenbranche haben die Aktien der Deutschen Bank   am Donnerstag auf ein Rekordtief gedrückt. Die Papiere des Geldhauses sackten bis zum Handelsschluss um rund 7 Prozent auf 7 Euro ab. Zwischenzeitlich hatten die Anteilsscheine mit 6,994 Euro so wenig gekostet wie noch nie.

Auch eine skeptische Branchenstudie des Analysehauses RBC wurde dafür verantwortlich gemacht. Für schlechte Stimmung bei den Anlegern sorgte zudem die Strategie der US-Notenbank Federal Reserve. Trotz der zuletzt schwächeren Konjunktur tritt die Fed bei der Erhöhung der Zinsen weniger stark auf die Bremse als von vielen erwartet. Für 2019 rechnet die Fed jetzt zwar mit zwei weiteren Zinsschritten und damit einem weniger als noch im September. Offenbar hatten aber einige Investoren nur noch eine weitere Erhöhung im kommenden Jahr gesetzt.

Im Sog der weltweit schwachen Börsen war der deutsche Leitindex Dax am Donnerstag zwischenzeitlich mit 10.563 Zählern auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gefallen. Zum Handelsschluss lag er mit 1,44 Prozent im Minus (10.611 Punkte).

Auch die Aktien von Airbus   rutschten mit mehr als 4 Prozent ins Minus. Anlass dazu gab ein Bericht der französischen Zeitung "Le Monde", wonach das US-Justizministerium eine Untersuchung gegen den europäischen Flugzeugbauer wegen möglicher unangemessener Geschäftspraktiken eingeleitet hat. Airbus teilte mit, das Unternehmen könne im Detail zu laufenden Verfahren keine Stellung nehmen. Zu dem Bericht, wonach das US-Justizministerium ermittelt, äußerte sich der Konzern nicht explizit.

mmq/Reuters/dpa-AFX
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