Verdacht auf Marktmanipulation Deutsche Bank entlässt Devisenhändler

Im Skandal um Manipulationen am Devisenmarkt hat sich die Deutsche Bank offenbar von verdächtigen Mitarbeitern getrennt. Das Institut kündigte der Nachrichtenagentur Reuters zufolge drei bereits suspendierte New Yorker Händler.

Deutsche-Bank-Gebäude in New York: Erste Entlassungen im Devisenskandal
DPA

Deutsche-Bank-Gebäude in New York: Erste Entlassungen im Devisenskandal


New York - Erst suspendiert, nun gekündigt: Die Deutsche Bank hat sich wegen des Skandals um die Manipulation von Devisenkursen von drei Händlern in New York getrennt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider. Demnach sind die Mitarbeiter in der Handelsabteilung am Dienstag über die Entlassungen informiert worden.

Bereits im Januar hatten mehrere Medien über die Suspendierung mehrerer Händler im Zusammenhang mit dem Manipulationsskandal berichtet, mindestens einer von ihnen gehört nun zu den offenbar Gekündigten. Er hatte mit argentinischen Peso gehandelt. Bei ihm waren verdächtige E-Mails gefunden worden, woraufhin er von der Arbeit freigestellt wurde. Nun scheint sich der Verdacht erhärtet zu haben.

Die drei betroffenen Händler waren dem Bericht zufolge zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Ein Sprecher des Instituts teilte mit, dass die Bank die Untersuchungen der Aufsichtsbehörden unterstütze und in begründeten Fällen Maßnahmen gegen die betroffenen Mitarbeiter ergreife.

Weltweit untersuchen Aufsichtsbehörden seit vergangenem Frühjahr mögliche Manipulationen am Devisenmarkt, ähnlich denen beim Referenzzins Libor. Die Deutsche Bank Chart zeigen gehört zu den wichtigsten Akteuren im Devisengeschäft, das mit einem täglichen Volumen von zuletzt rund 5,3 Billionen Dollar als größter Finanzmarkt der Welt gilt.

Viele Großbanken wie die britische Barclays Chart zeigen, die Schweizer UBS Chart zeigen oder die US-Häuser Citigroup Chart zeigen und JP Morgan Chart zeigen haben der Nachrichtenagentur Bloomberg und dem "Wall Street Journal" zufolge deswegen bereits mindestens ein Dutzend Händler gefeuert.

fdi/Reuters



insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
pepe_sargnagel 05.02.2014
1.
Zitat von sysopDPAIm Skandal um Manipulationen am Devisenmarkt hat sich die Deutsche Bank offenbar von verdächtigen Mitarbeiter getrennt. Das Institut kündigte der Nachrichtenagentur Reuters zufolge drei bereits suspendierte New Yorker Händler. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bank-entlaesst-devisen-haendler-wegen-manipulationsverdacht-a-951569.html
Was? Einzelne Akteure haben die Macht Preise zu beeinflussen. Dann sprechen Volkswirte von einem "nicht funktionierenden Wettbewerb", Kartellen, Oligopolen oder Monopolen. Sie sprechen nicht mehr von einem funktionierenden Wettbewerb - und somit sprechen sie im eigentlichen Sinne von einem Marktversagen, denn die meisten von uns stellen sich eine Marktwirtschaft so vor, dass Konkurrenz vorherrscht und diese das Geschäft (den Wettbewerb) belebt. Sprechen wir es aus: Der Finanzmarkt ist ein nicht funktionierender Mark, weshalb man ihn nicht mit dem Titel "Markt" schmücken sollte.
flug430 05.02.2014
2. Was soll man dazu sagen?
Hier hat die interne Kontrolle der DB total versagt. Dies ist ein weiterer "Beweis", dass die Zocker AG Deutsche Bank schlecht geführt ist. Dies wird sich auch so schnell nicht ändern! Größe ist nicht alles!
Freidenker10 05.02.2014
3. optional
Wie wärs mal mit der Chefetage? Egal was passiert, diese Herren scheinen unantastbar zu sein...
ThomasH001 05.02.2014
4. optional
"...evisengeschäft, das mit einem täglichen Volumen von zuletzt rund 5,3 Billionen Dollar als größter Finanzmarkt der Welt gilt..." Zum Vergleich: Das Welt-Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2007 bei etwa 54,3 Billionen US-Dollar. Der Devisenhandel erreicht also in zehn Tagen das weltweite BIP eines Jahres... Was läuft da aus dem Ruder?
raber 05.02.2014
5. Künidungen um DB-Chefs nicht zu belasten
3 Hándler sollen alles bei der DB verursacht haben? Wo sind da die Kontrollfunktionen und was hatten ihre Vorgesetzte unternommen? Oder Müssen sie schnell mit dem goldenen Fallschirm raus um nicht ihre Chefs zu belasten?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.