Einigung im Boni-Streit Ex-Deutsche-Bank-Manager verzichten auf 38 Millionen Euro

Skandale kosteten die Deutsche Bank Milliarden, die Manager des Geldhauses bestanden dennoch auf ihre Bonuszahlungen. Jetzt haben sie eingelenkt - zumindest teilweise.
Josef Ackermann (Archivfoto)

Josef Ackermann (Archivfoto)

Foto: KAI PFAFFENBACH/ REUTERS

Im Bonusstreit mit ihrem früheren Arbeitgeber verzichten zehn ehemalige Vorstände und ein noch amtierender Top-Manager der Deutschen Bank auf Zahlungen von insgesamt 38,4 Millionen Euro. Sie seien damit einverstanden, dass von 69,8 Millionen Euro, die ihnen das Geldhaus noch schulde, lediglich 31,4 Millionen Euro ausbezahlt werden, teilte die Bank in Frankfurt mit .

Die Deutsche Bank war in den vergangenen Jahren in zahlreiche Skandale verstrickt, die das Haus immer wieder Gewinne kosteten. Allein seit 2012 zahlte Deutschlands größtes Geldhaus fast 15 Milliarden Euro für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten. Die größten Fälle sind inzwischen abgearbeitet.

In diesem Zusammenhang hatte Aufsichtsratschef Paul Achleitner die Boni der Manager einbehalten. Er wollte so erreichen, dass die Vorstände einen - wenn auch vergleichsweise kleinen - Beitrag zu den Zahlungen leisten. Betroffen waren unter anderem die früheren Chefs Josef Ackermann, Jürgen Fitschen und Anshu Jain.

Achleitner begrüßte den Verzicht der Banker: "Das hilft uns, den Blick wieder nach vorn zu wenden." Unklar ist, auf wie viel jeder einzelne Manager verzichtet. Dazu wollte sich die Deutsche Bank nicht äußern.

Finanzielle Ansprüche gegenüber den Managern will die Bank nicht erheben. Nach den Ergebnissen mehrerer Untersuchungen "besteht für durchsetzbare Ersatzansprüche gegen damals amtierende Vorstandsmitglieder keine ausreichende faktische und rechtliche Grundlage", teilte das Institut mit.

asa/Reuters/dpa
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