Deutsche Bank Investmentbanking beschert Ackermann Milliardenplus

Von Krise keine Spur: Die Deutsche Bank hat im ersten Quartal 2010 das zweitbeste Vorsteuerergebnis aller Zeiten verbucht - und übertrifft die Erwartungen der Analysten damit deutlich. Konzernchef Ackermann lobte vor allem den Erfolg seines Instituts im Investmentbanking.
Deutsche-Bank-Chef Ackermann: "Risiken abgebaut"

Deutsche-Bank-Chef Ackermann: "Risiken abgebaut"

Foto: Daniel Roland/ APN

Deutsche Bank

Frankfurt am Main - Die kann im ersten Quartal ein riesiges Plus vorweisen. Unter dem Strich verdiente der größte deutsche Geldkonzern 1,8 Milliarden Euro nach 1,2 Milliarden Euro im Vorjahr, wie die das Institut am Dienstag mitteilte. Vor Steuern belief sich der Gewinn auf 2,8 Milliarden Euro; im Vorjahr waren es noch 1,8 Milliarden Euro.

Das Ergebnis übertrifft die Erwartungen der Analysten deutlich. Experten hatten im Schnitt mit einem Nettogewinn von 1,38 Milliarden Euro gerechnet.

Josef Ackermann

"Entscheidend für das gute Ergebnis war unser Geschäft im Investmentbanking", teilte Deutsche-Bank-Chef im Zwischenbericht des Instituts  mit. Die Sparte habe mit einen Vorsteuergewinn von 2,7 Milliarden Euro so viel wie noch nie in einem Quartal verdient. "Die Deutsche Bank hat deutlich Risiken abgebaut und jetzt das zweitbeste Quartalsergebnis vor Steuern in ihrer Geschichte erzielt", hieß es weiter.

Für die kommenden Quartale gibt sich Ackermann optimistisch. Bis 2011 soll die Deutsche Bank nach seinen Plänen einen Vorsteuergewinn von zehn Milliarden Euro erwirtschaften. Daran hält auch Finanzvorstand Stefan Krause fest, wie aus einer Präsentation zu den Quartalszahlen am Dienstag hervorgeht.

Finanz- und Wirtschaftskrise

Die Weltwirtschaft habe sich im ersten Quartal 2010 stabilisiert, teilt Ackermann im Zwischenbericht mit. Die Lage bleibe allerdings angespannt. Einem kräftigen Wirtschaftswachstum in Asien stehe eine deutlich moderatere Normalisierung in den Industrieländern gegenüber. "Während sich die USA schneller als erwartet von der schweren erholen, hält sich die wirtschaftliche Dynamik in Europa in Grenzen", heißt es im Bericht.

Auf den internationalen Finanzmärkten habe sich die Situation entspannt: Die Notenbanken sorgten für unverändert großzügige Liquidität, Werteschwankungen reduzierten sich. Nach einem zunächst verhaltenen Jahresauftakt tendierten die Aktienkurse an den meisten Börsen wieder klar aufwärts. Belastend wirke allerdings die Verunsicherung über die Verschuldungsprobleme einiger europäischer Länder. Außerdem rücke der Ausstieg aus der aktuell sehr expansiven Geld- und Zinspolitik sowie anderen staatlichen Stützungsprogrammen immer näher.

ssu/dpa-AFX/Reuters
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