Interne Umfrage Deutsche-Bank-Mitarbeiter sind unzufrieden mit ihrem Job

Die Schreckensnachrichten um die Deutsche Bank verunsichern laut einem Zeitungsbericht die Mitarbeiter. Drei von vier wissen nicht, ob sie in einigen Jahren noch bei dem Institut arbeiten wollen.

Zentrale der Deutschen Bank
DPA

Zentrale der Deutschen Bank


Viele Mitarbeiter der Deutschen Bank sind laut einem Zeitungsbericht verunsichert. Drei Viertel der Befragten einer internen Umfrage spielen mit dem Gedanken, ihren Arbeitsplatz in den kommenden Jahren zu wechseln, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ"). Die Deutsche Bank in Frankfurt wollte sich auf Anfrage des SPIEGEL nicht zu den Ergebnissen der jährlichen Befragung äußern.

Die Unzufriedenheit dürfte zwei Gründe haben: Zum einen dürften Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz derzeit als weniger sicher empfinden. Das Institut will bis 2018 weltweit 9000 Arbeitsplätze abbauen, 4000 davon in Deutschland. Außerdem sind gerade im Investmentbanking die Stellen derzeit weniger attraktiv. Wegen teurer Rechtsstreitigkeiten hatte der Dax-Konzern Mitarbeitern zuletzt die Boni zusammengestrichen.

Die Frage, ob sie stolz seien, bei der Deutschen Bank zu arbeiten, hätten in der aktuellen Umfrage nur rund die Hälfte der Befragten mit Ja beantwortet, berichtet die "SZ". An der Umfrage nahmen dem Bericht zufolge 37.000 der gut 99.000 Beschäftigten teil. Nicht einbezogen worden seien die 18.000 Mitarbeiter der Postbank. Umfragen unter Mitarbeitern sollen gemeinhin als Grundlage für das Management dienen, um die Ursachen für interne Unzufriedenheit zu bekämpfen.

Vorstandschef John Cryan äußerte sich in einer internen Mitteilung offenbar besorgt: "Leider sind immer mehr von Ihnen unsicher, ob Sie Ihre berufliche Zukunft in der Bank sehen, und Sie beklagen, dass in Ihren Augen Leistung nicht angemessen anerkannt und honoriert wird", wird er zitiert. Auch wenn dies sicherlich "im Kontext der Vergütungsentscheidung zum Jahreswechsel" zu sehen sei, bereite es dem Management große Sorgen.

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