US-Gericht Jüdische Organisationen verklagen Deutsche Bank auf drei Milliarden Dollar

Neue Milliardenklage gegen die Deutsche Bank in den USA: Jüdische Wohlfahrtsinstitutionen erheben Anspruch auf das Milliardenerbe der Unternehmerfamilie Wertheim.

Zentrale der Deutschen Bank
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Die Deutsche Bank Chart zeigen sieht sich mit einer neuen Milliardenklage in den USA konfrontiert: Jüdische Wohlfahrtsorganisationen beanspruchen das Erbe der Frankfurter Unternehmerfamilie Wertheim und haben vor einem Gericht in Florida Klage eingereicht. Sie verlangen die Rückerstattung von drei Milliarden Dollar und Herausgabe von Kontounterlagen. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstermin: 20. Januar).

Lässt der District Court die Klage, die manager magazin vorliegt, zu, könnte es bitter werden für den Konzern: US-Gerichte gelten als sehr klägerfreundlich.

Der Fall, der auch deutsche Gerichte beschäftigt, ist komplex. Die jüdischen Wertheims, deren Berliner Verwandte als Kaufhausgründer ("KaDeWe") bekannt sind, wurden im 19. Jahrhundert mit dem Verkauf von Nähmaschinen reich und siedelten rechtzeitig vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten nach Spanien über. Ihre Hausbank war laut Klageschrift die Credit Suisse Chart zeigen, gegen die ebenfalls Klage eingereicht wurde.

Der letzte Erbe der Wertheim-Familie übertrug das Vermögen vor seinem Tod 1990 an ein befreundetes Ehepaar, das von dem Geld trotz jahrelanger Bemühungen so gut wie nichts sah und seinen Anspruch 2012 an den deutschen Geschäftsmann Tim Fuhr abtrat. Der behauptet, ein Ex-Topmann der Deutschen Bank in Spanien habe sich Anfang der Neunzigerjahre als Wertheim-Treuhänder ausgegeben und das Vermögen zur Deutschen Bank nach Genf verschoben, von wo aus sich die Spur verliere. Anhand älterer Notizen taxiert er den Wert des Vermögens auf heute rund drei Milliarden Dollar.

Fuhr selbst klagt nicht, sondern der Wertheim Jewish Education Trust, dem er einen Teil des Erbanspruchs abgetreten hat. Hinter dem Trust verbergen sich jüdische Wohlfahrtsorganisationen wie die "Friends of LBS", Förderverein der Wiener Lauder Business School (LBS), die Ronald Lauder (72), Präsident des World Jewish Congress, gegründet hat.

Die Deutsche Bank weist sämtliche Ansprüche zurück und hält die Klage für unbegründet. Die Credit Suisse will den Fall nicht kommentieren.



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