Kurz vor Hauptversammlung Deutsche Bank räumt IT-Panne ein

Am Donnerstag kommen in Frankfurt die Aktionäre der Deutschen Bank zur jährlichen Hauptversammlung zusammen. Kurz zuvor bestätigt das Geldhaus nun einen Bericht über einen Softwarefehler.

Deutsche-Bank-Logo: Negativschlagzeilen vor der Hauptversammlung
Boris Roessler/ DPA

Deutsche-Bank-Logo: Negativschlagzeilen vor der Hauptversammlung


Bei der Deutschen Bank ist es zu einer IT-Panne gekommen. "Die Deutsche Bank hat mehrere IT-Anwendungen, um den Zahlungsverkehr hinsichtlich verschiedener Risiken zu überwachen", hieß es in einer Erklärung vom Dienstagabend. "Bei einer dieser Anwendungen sind zwei von 121 Parametern nicht korrekt definiert. Dabei ging es darum, Transaktionen im Nachhinein zu analysieren."

Die Bank bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung": Demnach hat das Finanzinstitut aufgrund eines Softwarefehlers offenbar seit vielen Jahren Probleme damit, Zahlungen von Großkunden vorschriftsgemäß zu überprüfen.

Der Fehler sei Mitarbeitern der Abteilung gegen Finanzkriminalität aufgefallen, nachdem die Bank ihre Prozesse im Herbst vergangenen Jahres entschieden verbessert habe, teilte das Geldhaus weiter mit. Man arbeite daran, den Fehler schnellstmöglich zu beheben und befinde sich "im engen Austausch mit den Regulatoren dazu".

Am Donnerstag kommen in Frankfurt die Aktionäre der Deutschen Bank zur jährlichen Hauptversammlung zusammen. Aufsichtsratschef Paul Achleitner und der Vorstandsvorsitzende Christian Sewing müssen sich auf hitzige Debatten einstellen.

Die Finanzaufsicht BaFin hatte im vergangenen Herbst bei der Deutschen Bank Chart zeigenhart durchgegriffen. Die Behörde installierte einen Sonderbeauftragten bei dem größten deutschen Institut, der die Umsetzung der von der BaFin angeordneten Maßnahmen im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung überwachen soll.

aar/Reuters



insgesamt 13 Beiträge
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claus7447 22.05.2019
1. Das ist doch Kundenorientierung
Das ist doch nur ein Programm defekt der die Kunden der Deutschen Bank schützen sollte. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
vormaerz 22.05.2019
2. Prioritäten
Hauptsache ist, bei der Berechnung der Gebühren geht alles mit rechten Dingen zu. Funktionen, die die Belange Dritter betreffen können ja notfalls nachgebessert werden.
dw_63 22.05.2019
3. Softwarefehler?
Im Artikel stand was von Konfigurationsfehler, nicht Softwarefehler. Drama bei der Aktionärsversammlung wegen dem Fehler? Warum? Da muss die BAFIN schon Organisationsversagen der DB nachweisen, um eine Strafe aussprechen zu können.
achim21129 22.05.2019
4. Hauptsache ...
... die Zahlungen von Kleinkunden bleiben kontrollierbar, nicht auszudenken welcher Schaden der Deutschen Bank durch Missbrauch des kleinen Mann entstanden wäre!
muekno 22.05.2019
5. System Ackermann 25%
geht eben nur mit Betrug und krummen Geschäften, und es tauchen eben immer wieder neue Felder auf. Wird Zeit, dass dieser Betrügerladen endlich abgewickelt wird. Tut mir auch nicht en Bißchen leid um die Aktionäre die jahrelang gut verdient haben. Leid tun mir de Betrogenen, denn irgendwoher muss das Geld ja gekommen sein.
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