Hypothekenstreit in den USA Deutsche Bank muss 1,4 Milliarden Euro zahlen

Die Deutsche Bank hat einen wichtigen Rechtsstreit um Ramschhypotheken in den USA beigelegt. Das Institut schloss einen Vergleich mit der zuständigen US-Behörde FHFA. Demnach bezahlt das Geldhaus 1,4 Milliarden Euro als Entschädigung an die staatlichen Baufinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac.

Filiale der Deutschen Bank in London: Verzicht auf Rückkaufforderungen
REUTERS

Filiale der Deutschen Bank in London: Verzicht auf Rückkaufforderungen


Hamburg - Die Deutsche Bank wird einen großen Teil ihrer Altlasten los. Im Zusammenhang mit zweifelhaften Hypothekengeschäften in den USA hat das Geldinstitut einen Milliardenvergleich mit der zuständigen Behörde Federal Housing Finance Agency (FHFA) geschlossen. 1,4 Milliarden Euro muss die Deutsche Bank Chart zeigen als Entschädigung zahlen. Die Vereinbarung beendet laut der Bank den größten einzelnen Rechtsstreit in Zusammenhang mit Hypotheken.

Konkret geht es um verbriefte Hypothekenkredite, die die Bank zwischen 2005 und 2007 an die staatlichen Baufinanzierer Freddie Mac Chart zeigen und Fannie Mae Chart zeigen verkauft hat. Sie soll dabei unzureichend über bestimmte Wertpapiere informiert haben, denen die Hypothekenkredite zugrunde lagen. Die FHFA agiert als Treuhänder von Fannie Mae und Freddie Mac.

Die Deutsche Bank hat an mehreren Fronten Ärger und hatte deshalb zuletzt insgesamt 4,1 Milliarden Rückstellungen für diverse Rechtsstreitigkeiten gebildet. Die Kosten für den aktuellen Vergleich seien weitestgehend durch die Rückstellungen abgedeckt, so dass auf die Bank keine größeren Belastungen mehr zukämen, hieß es in der Mitteilung vom Freitag. Zudem vereinbarte die Deutsche Bank mit der FHFA, auf bereits erhobene und künftige Rückkaufforderungen zu verzichten.

"Die heutige Vereinbarung ist ein weiterer Schritt, die Altlasten der Bank zu bereinigen", ließen sich die beiden Co-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen zitieren. "Wir beabsichtigen, in dieser Hinsicht 2014 weitere Fortschritte zu erzielen."

Die FHFA hat insgesamt gegen 17 Banken Forderungen geltend gemacht. Geeinigt hat sich die Behörde bisher nur mit der Deutschen Bank, der Schweizer UBS und der größten US-Bank JP Morgan Chase, die insgesamt 2,9 Milliarden Euro zahlen muss.

vks/Reuters

insgesamt 20 Beiträge
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bighoosen 20.12.2013
1. immer wieder die
und kein Ende von Lug und Trug in Sicht. Seit nunmehr über 10 Jahren kommt Sie aus den, für sie nicht gerade vorteilhaften, Nachrichten heraus. Rückstellungen i.H.v. mehr als Mrd. 4 für Schadenersatzansprüche und Prozesskosten sprechen eine deutliche Sprache. Eigentlich sollte jeder seriöse Bürger sein Konto dort kündigen. Vielleicht begreift die Führungsriege ja dann, das sie nicht immer machen kann was ihr beliebt.
robert.c.jesse 20.12.2013
2. Gute Rechner...
Rückstellung? 10% vom Gewinn wahrscheinlich. So lässt es sich leicht betrügen und belügen. To BIG to jail?
richardheinen 20.12.2013
3. optional
Die Strafe schmälert den Gewinn, also werden weniger Steuern fällig. Somit trägt der Staat, in dem die DB Steuern zahlt oder zahlen soll, in Höhe des jeweiligen Steuersatzes die Strafe mit. Schöne Strafe! Solche Strafgelder sollten kraft Gesetzes nicht abzugsfähig sein.
dieteroffergeld 20.12.2013
4. Hallo!
Wann widmen sich die NSA und andere international agierende Geheimdienste der Organisierten Kriminalität in der Deutschen Bank bzw. den dort Ex- und Akut-Handelnden? Besonders da doch sehr häufig US-Amerkanische Tätigkeitsfelder betroffen sind. Und bitte sofort einen WhistleBlower mit der unerlaubten Veröffentlichung der Ergebnisse beauftragen. Herrgott, welche und wie viele Schmutzfinken laufen in diesen Chefetagen eigentlich umher?
paulsen2012 20.12.2013
5. immer wieder neue Hiobsbotschaften-.-.-
von den neun-mal-klugen Bänkern u. den Feigenblatt- Aufsichtsräten/innen, die offensichtlich ebenfalls keinerlei Ahnung von Geschäften, Zahlen u. Bilanzen haben. Der bereits über Jahrzehnte ausgenommene Bank- " Kunde " und Steuerzahler muß ohne gefragt zu sein, für derartige Dämlichkeiten auch noch gerade stehen/ zahlen.
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