Quartalszahlen Deutsche Bank schreibt Verluste in der Investmentsparte

Nach den abgeblasenen Fusionsplänen gibt die Deutsche Bank Details zu ihrer Quartalsbilanz bekannt. Zwar stieg der Gesamtgewinn zuletzt deutlich - aber ein wichtiger Bereich schwächelt.

Deutsche Bank in Berlin (Archiv)
HAYOUNG JEON/EPA-EFE/REX

Deutsche Bank in Berlin (Archiv)


Die Deutsche Bank hat im ersten Quartal im Investmentbanking Verluste gemacht. Vor allem im Handel mit Anleihen und Aktien brachen die Erträge um fast ein Fünftel ein, teilte der Konzern am Freitag mit.

Unter dem Strich musste die Unternehmens- und Investmentbank - die größte der drei Säulen des Finanzkonzerns - deshalb einen Verlust von 88 Millionen Euro vor Steuern hinnehmen. Im Startquartal 2018 hatte die Sparte noch einen Vorsteuergewinn von 203 Millionen Euro erwirtschaftet. Auch andere Großbanken hatten zuletzt in diesen Geschäftszweigen teils herbe Rückschläge einstecken müssen.

Die Deutsche Bank hatte bereits am Vortag Eckdaten ihrer Quartalsbilanz veröffentlicht, nachdem Gespräche mit der Commerzbank über einen möglichen Zusammenschluss abgebrochen worden waren. Demnach fuhr das Institut einen Gewinn von 201 Millionen Euro nach Steuern ein und übertraf damit die Erwartungen des Finanzmarktes klar. Im vergangenen Jahr hatte das Ergebnis nach Steuern bei 120 Millionen Euro gelegen. Die Einnahmen sanken jedoch um neun Prozent auf 6,35 Milliarden Euro.

Die Erträge in der Privat- und Firmenkundenbank beliefen sich im ersten Quartal auf 2,5 Milliarden Euro - ein Minus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings legte das verwaltete Vermögen um sechs Prozent auf 502 Milliarden Euro zu. Das Geschäft auf dem Heimatmarkt Deutschland ging um sieben Prozent zurück. Der Gewinn vor Steuern gab um elf Prozent auf 287 Millionen Euro nach.

In der Vermögensverwaltung - hauptsächlich ist hier die Fondstochter DWS gemeint - sanken die Einnahmen um vier Prozent auf 525 Millionen Euro. Die DWS verhandelt derzeit mit der Schweizer Großbank UBS über einen Zusammenschluss mit deren Vermögensverwaltungssparte.

kko/Reuters



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